E-Lkw: Daimler will Maßstäbe in der Serienproduktion setzen

17 Jul 2017
Martin Daum, Vorstand Daimler Trucks
"Jedes Fahrzeug wird in die Hände von Kunden kommen, bei denen die Nachhaltigkeit Teil des Geschäftsmodells ist“, sagt Daum. Foto: Thomas Küppers

Bei der Elektromobilität ist das Rennen um das beste Konzept eröffnet. Es treten etablierte Fahrzeughersteller gegen Start-ups aus dem Silicon Valley an. Die Verantwortlichen bei Daimler nehmen beide Arten von Wettbewerbern gleich ernst, wie der neue Daimler Trucks-Vorstand Martin Daum betont. „Nichts spornt mehr an, als Wettbewerber, die gute Ideen haben. Arroganz ist der erste Weg zum Niedergang“, sagt er im Exklusiv-Interview mit den Fachzeitschriften trans aktuell und lastauto omnibus.

Daum ist überzeugt: „Wer eine wirtschaftliche Elektrolösung entwickelt, dem gehört gerade in der Triade – also Europa, Nordamerika, Japan – der Markt der Zukunft.“ Es gehe darum, die beste Kundenlösung zu finden und daraus ein praxistaugliches Konzept zu machen. Daimlers Anspruch dabei: „Wir wollen der Beste sein, wenn es um die Serienproduktion geht“, sagt Daum, der seine neue Funktion im März angetreten und zuvor acht Jahre lang Daimler Trucks Nordamerika geleitet hatte. „Prototypen zu produzieren, ist das eine. Aber eine erfolgreiche Serienfertigung ist das andere“, sagt er und ergänzt: „Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Es herrscht ein enormer Effizienz- und Qualitätsanspruch.“

Was die Elektromobilität im Verteilerverkehr angeht, will Daimler noch im laufenden Jahr seine ersten reineleletrischen Lkw an Kunden zur Erprobung ausliefern. „Wir sind mit möglichen Betreibern im Gespräch. Jedes Fahrzeug wird in die Hände von Kunden kommen, bei denen die Nachhaltigkeit Teil des Geschäftsmodells ist“, kündigt der Daimler-Vorstand an. Je unterschiedlicher die Kunden aufgestellt seien, desto höher falle der Erkenntnisgewinn aus.

Das vollständige Exklusiv-Interview lesen Sie in der trans aktuell-Ausgabe 15 am 21. Juli 2017. Hier können Sie das Fachblatt erwerben.