LBS fordert: Logistiker brauchen mehr Flächen

23 Dez 2016
Gewerbefläche, Augsburg
Ein Unternehmen der benötigt laut LBS durchschnittlich 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche. Foto: GVZ Augsburg

Der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) fordert, dass die Logistikbranche bei der Vergabe von Gewerbeflächen nicht mehr nur zweite Wahl ist. „Für die Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche ist die Suche nach einem geeigneten Standort zumeist ein Hürdenlauf“, sagt Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS. „Dabei steht unsere Branche für sichere, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und wird in 2016 rund 258 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland erwirtschaften.“ Neben der Transportleistung, die auf den Straßen erbracht wird, benötigt ein Unternehmen des Speditions- und Logistikbranche laut LBS durchschnittlich 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

Schließlich gehören zum Speditionsalltag auch personalintensive Lager- und Kommissioniertätigkeiten, die man an lokalen Standorten erbringe. Zudem sei der passende Standort wichtig. Speditionen haben laut LBS großen Einfluss auf die Verteilung der Sendungen auf verschiedene Verkehrsträger und damit aufs gesamte Verkehrsaufkommen. Auch seien Synergiereffekte zwischen Logistikern als mögliche Bewerber für neu ausgeschriebene Flächen und bereits angesiedelten Unternehmen aus Industrie und Handel möglich.

Weiter arbeite die Branche an einer verbesserten Akzeptanz. Trotz der verschiedenen Maßnahmen wie beispielsweise umweltfreundlicher Gebäude, Bepflanzungsaktionen oder dem Dialog mit den Bürgern sowie neuen Arbeitsplätzen zögerten Gemeinden aber bei der Vergabe von Flächen an Unternehmen aus der Transport- und Logistikbranche. „Hier sehen wir Handlungsbedarf bei der Politik“, sagt Brenner. „Es muss allen politischen Gremien daran gelegen sein, dass die Unternehmen unserer Branche logistisch gut positionierte Flächen, abhängig vom Kerngeschäft beispielsweise an der Autobahn, käuflich erwerben oder pachten können.“ Dies trage zu einer besseren Effizienz im Güterverkehr bei und mache sich positiv im Verkehrsaufkommen bemerkbar. „Hinzu kommt die Position unserer Branche als einer der größten Arbeitgeber unseres Landes. Wir setzen uns daher für eine höhere Flächenverfügbarkeit für die Speditions- und Logistikunternehmen ein.“