2025: Mega-Deals dominieren weltweiten M&A-Markt

22. Jan. 2026Newsletter
Die weltweiten Fusionen und Übernahmen im Transport- und Logistiksektor haben 2025 spürbar zugelegt. Laut Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC wurden 207 Transaktionen mit einem Volumen von jeweils mindestens 50 Millionen US-Dollar angekündigt – so viele wie seit 2022 nicht mehr. Das Gesamtvolumen sprang auf 170,8 Milliarden US-Dollar, nach 96,3 Milliarden im Vorjahr.
US-Bahnfusion dominiert Jahresbilanz
Haupttreiber ist die geplante Fusion der US-Eisenbahngesellschaften Norfolk Southern und Union Pacific. Mit rund 70 Milliarden US-Dollar macht sie mehr als 40 Prozent des gesamten Marktvolumens aus. Insgesamt identifiziert PwC 21 Mega-Deals mit einem Volumen von jeweils über einer Milliarde US-Dollar.
Infrastruktur im Fokus der Investoren
Besonders gefragt waren Infrastruktur-Assets wie Häfen, Flughäfen und Straßen. Auf dieses Segment entfielen mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Finanzinvestoren spielten dabei eine zentrale Rolle und waren an rund der Hälfte der entsprechenden Transaktionen beteiligt. Laut PwC fließt Kapital bevorzugt in risikoarme Anlagen mit verlässlichen Cashflows.
Strategische Allianzen gewinnen an Bedeutung
Während klassische Übernahmen nur moderat zunahmen, stieg die Zahl von Joint Ventures und strategischen Allianzen stark an – von 104 auf 193. Unternehmen sichern sich so Know-how in Bereichen wie KI, Cloud und Datenplattformen, um Lieferketten transparenter und widerstandsfähiger zu machen.
Gedämpfter Ausblick auf 2026
Für 2026 erwartet PwC eine verhaltene M&A-Entwicklung angesichts geopolitischer Risiken und schwacher Konjunktur. Gleichzeitig dürfte der Druck steigen, Wachstum durch gezielte Zukäufe oder Partnerschaften zu erzielen – insbesondere in Infrastruktur und digitalen Logistiklösungen.
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