Studie: Steuerausfälle in Milliardenhöhe durch Abgastricks

12 Mär 2018
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Steuerausfälle von 2010 bis 2016 werden auf rund vier Milliarden Euro geschätzt. Foto: M. Baumann adpic.de

Dem deutschen Staat sind 2016 durch die Abgasmanipulationen der Autobauer offenbar rund 1,19 Milliarden an Steuereinnahmen verlorengegangen. Das geht aus einer Studie der Grünen-Fraktion im EU-Parlament hervor. Hintergrund ist, dass sich die Kraftfahrzeugsteuer seit 2009 auch am CO2-Ausstoß des Fahrzeugs bemisst. Insgesamt werden die Steuerausfälle von 2010 bis 2016 allein in Deutschland auf rund vier Milliarden Euro geschätzt, in elf EU-Staaten zusammengenommen werden sie mit 40 bis 50 Milliarden Euro beziffert.

Die Untersuchung wurde vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (Green Budget Germany) und Green Budget Europe vorgelegt und hat die Auswirkungen auf die Steuereinnahmen in Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Schweden, Spanien und Großbritannien untersucht, wo rund 60 Prozent der Pkw innerhalb der EU zugelassen sind. Die durchschnittliche Abweichung zwischen realem Spritverbrauch und den Angaben der Hersteller lag 2001 noch bei etwa acht Prozent. Dieser Wert ist 2013 im europäischen Schnitt auf 38 Prozent und 2016 auf 42 Prozent angestiegen.