Aral pulse baut Megawatt-Ladenetz für E-Lkw aus

16. März 2026Newsletter / Transport & Verkehr
Aral pulse, die E-Mobilitätsmarke von Aral, bietet künftig an zentral gelegenen Autobahn-Standorten mehr Megawatt-Lademöglichkeiten für schwere E-Lkw.
Zu den ersten Standorten gehören Schwarmstedt (A7), Hannover (A2), Schnaittach (A9) und Rastow (A24). Ein weiterer Ladepark in Königs Wusterhausen (A10) soll in Kürze folgen. Der Ausbau ist Teil der Strategie, Ladeinfrastruktur speziell für den Schwerlastverkehr entlang wichtiger Transportachsen aufzubauen.
Ladesystem HYC1000 im Einsatz
Die Ladeparks verfügen über bis zu sechs Durchfahrtsladebuchten für Lkw, die rund um die Uhr zugänglich sind. Zum Einsatz kommt das Ladesystem HYC1000 des Herstellers Alpitronic, das sowohl den neuen Megawatt Charging Standard (MCS) als auch den etablierten CCS-Standard unterstützt.
Nach Angaben der Betreiber können Elektro-Lkw damit ihre Batterien innerhalb von etwa 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden, abhängig von Fahrzeugtyp und Batteriekapazität.
Fernverkehrs-Lkw sollen profitieren
Megawatt-Ladesysteme gelten als wichtiger Baustein für die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs. Besonders im Fernverkehr sind kurze Ladezeiten entscheidend, um Standzeiten zu begrenzen.
Für Aral ist die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen ein zentraler Hebel zur Dekarbonisierung des Transportsektors. Mit der Einführung von Megawatt-Ladetechnologie will das Unternehmen nach eigenen Angaben die Voraussetzungen dafür schaffen, dass auch große Flotten – insbesondere im Fernverkehr – ihre Fahrzeuge zuverlässig, schnell und wirtschaftlich elektrifizieren können.
Die Hardware an den Standorten stammt von Alpitronic. Das Unternehmen will gemeinsam mit Aral pulse die Elektrifizierung des Schwerlast- und Langstreckenverkehrs vorantreiben. Ladezeiten von nur 30 bis 40 Minuten passen laut Alpitronic ideal zu den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen und machen den Einsatz elektrischer Lkw im Logistikalltag wirtschaftlich und praktikabel.
Infrastruktur für Lkw-Fahrer
Lkw-Fahrer profitieren bei Aral von einem 24/7-Zugang zur Infrastruktur vor Ort, darunter WCs, Duschen, Ruhebereiche, Beleuchtung, Shop- beziehungsweise gastronomische Angebote. Der Zugang ist über die Aral Fuel & Charge Tank- und Ladekarte, Karten von Drittanbietern und gängige Debit- oder Kreditkarten möglich.
Am Standort Schwarmstedt wird ein Teil des Stroms aus einem nahegelegenen Solarpark des Energieunternehmens Ladesonne bezogen. Die Anlage liegt direkt neben dem Ladepark, erstreckt sich über rund vier Hektar Fläche und hat eine Erzeugungskapazität von 4,6 Megawatt.
EU fördert Infrastruktur für alternative Kraftstoffe
Die Megawatt-Ladeparks sind Teil eines Infrastrukturprojekts, das im Rahmen der Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) des EU-Programms Connecting Europe Facility (CEF) gefördert wird. Das Programm unterstützt europaweit den Aufbau von Infrastruktur für alternative Kraftstoffe im Verkehr.
Mit Verweis auf Aussagen der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur ist Aral pulse nach eigenen Angaben mit derzeit mehr als 30 öffentlichen Schnellladestandorten größter Anbieter öffentlicher Ultraschnell-Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Deutschland. Parallel baut das Unternehmen auch sein Schnellladenetz für Pkw weiter aus. Dieses umfasst inzwischen rund 4.000 Ladepunkte an fast 600 Standorten.
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