Fachkräftemangel: Logistiker setzen auf Aus- und Weiterbildung

26 Jul 2017
Aus- und Weiterbildung
Unternehmen halten Mitarbeiter mit flexiblen Arbeitszeiten und Angeboten zum Gesundheitsmanagment. Foto: Fotolia

Um Mitarbeiter zu finden und zu binden, setzen Logistikunternehmen vor allem auf Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das ist ein Ergebnis der Studie „Personal in der Handelslogistik 2017“ des Forschungs- und Beratungsinstituts EHI Retail Institute.

Demnach setzen 96 Prozent der befragten Unternehmen auf Aus- und Weiterbildung. Die übrigen vier Prozent planen dies zumindest. 65 Prozent setzen bei Bildungsmaßnahmen auf die Job-Rotation. Um die Mitarbeiterzahl zu sichern, setzen Logistiker auch auf Recruiting-Maßnahmen (65 Prozent).

Ein attraktiver Arbeitsplatz festigt zudem die Mitarbeiterbindung. Hier greifen Unternehmen auch zu arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeitmodellen wie Homeoffice oder Teil- und Gleitzeit. Vorstellen können sich das Unternehmen vor allem in der Verwaltung (61 Prozent). Bei Lager und Verkaufsstellen sehen dies nur 35 beziehungsweise 29 Prozent der Teilnehmer als machbare Option. Im Bereich Fuhrpark und beim Transport können sich das nur fünf Prozent vorstellen.

Gesundheit der Mitarbeiter

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage zeigt, dass etwas mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Fokus haben. So haben 61 Prozent präventive Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz im Angebot. Hinzu kommen Schulungen (57 Prozent) im Bereich Gesundheit sowie ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze (44 Prozent).

Um als Unternehmen flexibler agieren zu können, setzen Logistiker auf Outsourcing. 35 Prozent gehen dabei vor allem für den Bereich Fuhrpark und Transport von einer Zunahme der Maßnahme aus, heißt es in der Studie. 55 Prozent sehen hier keine Veränderungen. 38 Prozent erwarten hingegen in der Filiallogistik einen größeren Outsourcing-Anteil. In Organisation und Verwaltung setzen die meisten Handelsunternehmen (78 Prozent) auf die eigenen Mitarbeiter.

An der Studie des EHI Retail Institute beteiligten sich 23 Handelsunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.