Bahnlogistiker Helrom startet neu durch
21. Jan. 2026NewsletterDer Frankfurter Bahnlogistiker Helrom hat sein Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen und stellt die Weichen für einen Neustart. Nach Monaten der Restrukturierung ist das Unternehmen finanziell neu aufgestellt und gesellschaftsrechtlich bereinigt. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte am 14. Juli 2025 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet, das nun offiziell beendet ist.
Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt
Am 20. Januar bestätigte das Amtsgericht Frankfurt am Main den Insolvenzplan als rechtskräftig. Mehrheitseigner HRG, eine Investorengruppe mit ausgewiesener Erfahrung im Bahn- und Industriesektor, hat den Gesellschafterkreis erweitert und zusätzliches Kapital bereitgestellt. In diesem Zuge wurde die Helrom Holding Limited als Tochtergesellschaft von HRG gegründet.
Neue Holding, bewährte Führung
Die Helrom Holding Limited wird von Keith Heller, Thomas W. Rissman, Albert Enste sowie Helrom-CEO Roman Noack vertreten. Mit der neuen Struktur soll die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens langfristig abgesichert werden.
Starke Investoren und Partner an Bord
Auch nach dem Abschluss des Verfahrens kann Helrom auf ein stabiles Netzwerk bauen. Zu den langjährigen Investoren und Kooperationspartnern zählen weiterhin The Greenbrier Companies, ein US-Hersteller von Güterwagen, die Deutsche Anlagen Leasing (DAL) sowie der französische Finanzdienstleister Société Générale.
Fokus auf Betrieb und Verkehrsverlagerung
„Die vergangenen Monate waren für das gesamte Unternehmen eine große Herausforderung“, sagt CEO Roman Noack. „Jetzt können wir auf einer finanziell gestärkten Basis und mit klaren Strukturen nach vorne schauen.“ Im Mittelpunkt stünden das operative Geschäft, zuverlässige Verbindungen, hohe Servicequalität und die konsequente Verlagerung von Transporten auf die Schiene.
Patentierte Technologie für den Kombinierten Verkehr
In den kommenden Monaten will Helrom das Geschäft stabilisieren und bestehende Relationen weiter ausbauen. Das Unternehmen setzt auf eine weltweit patentierte Güterwagentechnologie: Seitlich aufklappende Taschenwagen ermöglichen die Verladung sämtlicher Lkw-Sattelauflieger ohne Spezialterminals oder Kräne. Als Schnittstelle zwischen Straße und Schiene kommen überwiegend elektrisch betriebene Terberg-Zugmaschinen zum Einsatz.