Bayern bekommt neues Wasserstoff-Technologiezentrum
12. Feb. 2026NewsletterIm niederbayerischen Pfeffenhausen entsteht ein neues Innovations- und Technologiezentrum für Wasserstoff, unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV). Für den Aufbau der Entwicklungsinfrastruktur wurden Fördermittel in Höhe von 54 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel ist es, Wasserstofftechnologien effizient von der Forschung in die industrielle Anwendung zu überführen.
Moderne Entwicklungsumgebung für Wasserstoff
Am Standort Pfeffenhausen entsteht eine umfassende Labor- und Testinfrastruktur. Geplant sind spezialisierte Wasserstofflabore, diverse Test- und Prüfstände sowie ein Wasserstoffverflüssiger. Diese Einrichtungen sollen es ermöglichen, Komponenten und Systeme unter realistischen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Fokus auf Verkehrsanwendungen
Das Zentrum setzt einen Schwerpunkt auf Wasserstofflösungen für den Schwerlastverkehr und die Urban Air Mobility. Vorgesehen sind Prüfstände für Gesamtfahrzeuge, die Entwicklung von Tanks und Betankungssystemen sowie Arbeiten an Wasserstoff-Verbrennungsmotoren und dem Einsatz von Flüssigwasserstoff.
Unterstützung für Industrie und Start-ups
Das Technologiezentrum richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups sowie die Zulieferindustrie. Sie erhalten Zugang zu Test-, Prüf- und Zertifizierungsmöglichkeiten, um Wasserstofftechnologien schneller zur Marktreife zu bringen und industrielle Anwendungen vorzubereiten.
Forschung und regionale Wasserstofferzeugung
Begleitet wird der Standort von einem Forschungsverbund der Hochschulen Ingolstadt, Regensburg und Landshut. Zusätzlich soll grüner Wasserstoff aus einem benachbarten Elektrolyseur genutzt werden. Die Fördermittel stammen aus dem Deutschen Aufbau- und Resilienzplan und werden über europäische Programme bereitgestellt.