Bayern: Streik bei Kühne und Nagel in Dingolfing
Nach Arbeitsniederlegungen bei DPD in Aschaffenburg und Trans-o-Flex in Schwarzenbruck sind in Bayern nun auch Mitarbeiter der Firma Kühne & Nagel in den Ausstand getreten. Nach Angaben von Verdi hat ein Warnstreik in Dingolfing stattgefunden. Die Mitarbeiter der Früh- und Spätschicht legten von 12.30 bis 14.30 die Arbeit nieder. Betroffen seien der Wareneingang und -ausgang im Dynamikzentrum des BMW-Werks gewesen, so Verdi. Sendungen wurden verspätet oder gar nicht bearbeitet.
Die Gewerkschaft hat zum Warnstreik aufgerufen nachdem die bayerischen Arbeitgeberverbände LBT und LBS in der zweiten Verhandlungsrunde ein „völlig unzureichendes und nicht verhandlungsfähiges Angebot“ vorgelegt haben. Für den LBT sei denkbar, über einen Inflationsausgleich zu verhandeln. Der LBS will 1,9 Prozent mehr Lohn bezahlen.
Verdi fordert aber eine Erhöhung bei Löhnen und Gehältern um 5,5 Prozent. Zumindest sollen 120 Euro mehr bezahlt werden. Auszubildende sollen nach dem Willen von Verdi bei einer Laufzeit von einem Jahr 50 Euro mehr bekommen.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 8. Dezember in Ismaning statt. Verdi erwartet dann ein verbessertes Angebot, wonach auch Lkw-Fahrer/Innen von den Lohnerhöhungen profitieren.