Bayernhafen steigert Umschlag und investiert in Infrastruktur
26. Feb. 2026Newsletter / Transport & Verkehr2025 hat Bayernhafen an seinen Standorten 8,37 Millionen Tonnen Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen – ein Plus von 2,5 % gegenüber 2024. Rund 487.000 Lkw-Fahrten konnten dadurch eingespart werden. Der Schiffsgüterumschlag stieg um 6 % auf 2,19 Millionen Tonnen, der Bahntransport um 1,4 % auf 6,19 Millionen Tonnen. Der Kombinierte Verkehr (KV) blieb stabil mit 478.680 TEU, fast ausschließlich per Bahn abgewickelt. Laut Bayernhafen wurden rund 478.000 Tonnen Treibhausgase eingespart.
KV-Terminal Nürnberg wird ausgebaut
Im trimodalen KV-Terminal Nürnberg erhöhen drei neue Krananlagen seit Anfang 2026 die Kranleistung um 20 %. Das Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Generalsanierungen der Bahnstrecken Regensburg–Nürnberg und Regensburg–Passau sorgen vorübergehend für Einschränkungen.
Neuer Logistikpark in Plattling Stephansposching
Bayernhafen erwirbt ein 52 Hektar großes Areal einer ehemaligen Papierfabrik für den „Bayernhafen Infrapark Plattling Stephansposching“. Der Standort verfügt über Gleisanschluss und Verladeinfrastruktur, aber keine Wasseranbindung. Ziel ist, zusätzliche Flächen zu schaffen und Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Wachstum und Investitionen
An den sieben Standorten arbeiten rund 16.000 Menschen in über 400 Unternehmen – ein Beschäftigungszuwachs von 22,7 % seit 2016. Zu den Nutzern der Hafeninfrastruktur zählen unter anderem Siemens Energy in Nürnberg und Linde Engineering in Passau. Nach 19 Millionen Euro Investitionen 2025 plant Bayernhafen für 2026 rund 57 Millionen Euro in Infrastruktur und Logistikflächen. Geschäftsführer Joachim Zimmermann betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, verkehrsträgerübergreifenden Verkehrskonzepts für nachhaltige Logistikketten.