Bundesweite Lkw-Kontrollen am 12. September

11 Sep 2019
polizei, kontrolle, lkw
Am 12. September finden bundesweite Lkw-Kontrollen statt. Foto: Fotolia - Gerhard Seybert

Morgen findet die Aktion „sicher.mobil.leben - Brummis im Blick“, die Nachfolgeaktion des früheren Blitzermarathons, statt.

Mit etwa 5.000 Beamten an deutschlandweit insgesamt 725 festen Kontrollstellen legen die Landespolizeien ihren Fokus in diesem Jahr auf den gesamten Bereich des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs. Besonders die richtige Ladungssicherung, die Einhaltung von Sozialvorschriften und der technische Zustand der Fahrzeuge stehen im Mittelpunkt, wie Heinz Albert Stumpen, Polizeidirektor im Hochschuldienst bei der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster, mitteilt. Er leitet dort das Fachgebiet Verkehrswissenschaft & Verkehrspsychologie und koordiniert die bundesweite Aktion. Im vergangenen Jahr stand das Thema Ablenkung im Mittelpunkt, kontrolliert wurde hier mit insgesamt rund 11.000 Polizisten und 248 weiteren Personen.

Ein Bundesland nehme sich seinen Angaben zufolge gar Transporte von radioaktivem Material vor. Doch nicht nur Lkw stehen im Mittelpunkt der Aktion, auch Taxi-Unternehmen und Fahrradkuriere sollen überprüft werden. „Die Bundesländer selbst können bestimmen, welche Schwerpunkte sie setzen“, informiert Stumpen weiter. Auch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) ist mit insgesamt 80 Mitarbeitern an zwei Kontrollstellen vertreten und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) engagiert sich mit eigenen Aktionen.

Schleswig-Holsteins Innenminister und Vorsitzender der Innenministerkonferenz Hans-Joachim Grote stellte das diesjährige Konzept gemeinsam mit Landespolizeidirektor Michael Wilksen vor und betonte: „Die Verkehrsüberwachung ist und bleibt ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit.“ In Schleswig-Holstein sind zwei große Kontrollstellen geplant, bei denen die Polizisten vor allem Zustand und Abmessungen der Fahrzeuge kontrollieren, außerdem Achslasten und Ladung. Damit möchte das Innenministerium „diejenigen Unfallursachen aufgreifen, die sich leicht verhindern lassen, also nicht nur von situativem Fehlverhalten abhängen.“