Cargoline steigert den Umsatz

15 Apr 2019
Cargoline-Lkw unterwegs
Cargoline verzeichnete 2018 ein Umsatzwachstum. Foto: Cargoline

Die Stückgutkooperation Cargoline zieht eine positive Bilanz. Mit 12,48 Millionen Ausgangssendungen und einem Umsatz von 1,42 Milliarden Euro schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2018 ab. Dies entspricht einem Wachstum von 2,3 Prozent bei den Ausgangssendungen und von 2,9 Prozent beim Umsatz. Wachstumstreiber waren insbesondere die nationalen Verkehre mit plus 2,5 Prozent. Die Sendungsmenge innerhalb Europas nahm um 1,7 Prozent zu. Entsprechend erhöhten die Verbundpartner die Anzahl ihrer Direktverkehre um 2,6 Prozent und die Zahl ihrer Mitarbeiter um 4,4 Prozent.

Laderaumknappheit und Fahrermangel

Zwölf Prozent aller Sendungen entstammten dem Onlinehandel. „Wir blicken auf ein spannendes Jahr 2018 zurück. Einerseits bescherte uns die anhaltend gute Konjunktur ein Plus an Sendungen. Andererseits waren dadurch Herausforderungen wie starke Sendungsschwankungen, Laderaumknappheit und Fahrermangel umso stärker zu spüren. Die Bewältigung dieser Themen gelang uns nur, weil wir frühzeitig einige wichtige Weichen gestellt haben“, beurteilt Jörn Peter Struck, Vorsitzender der Cargoline-Geschäftsführung, das vergangene Geschäftsjahr.

Regelung von Überhangen

So hat die Kooperation unter anderem ein Tool zur Regelung von Überhangen eingeführt, um Sendungsspitzen bei den zustellenden Cargolinern zu glätten. Ein saisonaler Zuschlag, den der Verbund auf besonders beanspruchten Relationen erhoben hat, trug ebenfalls dazu bei, Sendungsmengen zu steuern. Bei Kapazitätsengpässen konnten die Partner auf Fahrzeuge und Mitarbeiter aus dem Taskforce-Konzept zurückgreifen. Ergänzend wurden Fahrzeuge inklusive Fahrer vertraglich fest an Cargoline gebunden, um die Situation zu entspannen.

Ein weiterer Meilenstein war 2018 die Gründung der Tochtergesellschaft Gate56 Systemverkehre in Polch. „Deutschlandweit gibt es nicht mehr viele mittelständische Spediteure, die in der Lage sind, unsere Mengen aufzunehmen. Daher haben wir nach Kochtrans in München und TLT in Potsdam ein weiteres Tochterunternehmen gegründet. Mit Gate56 Systemverkehre schließen wir die Lücke, die nach dem Ausscheiden unseres langjährigen Partners im Raum Koblenz entstanden war. Es spricht für die Stärke und den Zusammenhalt innerhalb unserer Kooperation, dass wir dazu willens und in der Lage sind“, betont Struck.

2019 gut angelaufen

Angesichts der Mengenentwicklung im ersten Quartal 2019 prognostiziert Cargoline bei normaler wirtschaftlicher Entwicklung ein Sendungswachstum von zwei bis drei Prozent. Zur Optimierung der Sendungsabwicklung und zur weiteren Stabilisierung hat der Verbund sein Netz jüngst weiter verdichtet: Seit Anfang 2019 verstärken die Transport- und Logistikdienstleister Schmelz in Kassel und Rüdinger in Krautheim das Netzwerk. Rhenus ist zudem seit 1. Januar 2019 Gesellschafter der Cargoline und mit seinen Standorten Duisburg, Mönchengladbach und Unna in der Kooperation vertreten. „Wir arbeiten nicht nur stets daran, die stabilste unter den mittelständisch geprägten Stückgutkooperationen zu sein, sondern auch die innovativste und attraktivste. Den Beweis dafür werden wir auch 2019 durch unterschiedliche Projekte liefern“, ist Struck überzeugt.

Intelligente Algorithmen

Zudem wird Digitalisierung bei Cargoline groß geschrieben. So erleichtert die Plattform Cargoboard, ein Logistik-Start-up aus Paderborn, neuerdings den Zugang zu Cargoline. Mithilfe intelligenter Algorithmen sind Angebote auf Cargoboard in Echtzeit erhältlich. Zudem ist es möglich, Aufträge in wenigen Minuten abzuwickeln. Cargoboard sichert hierbei eine sofortige und transparente Preisausgabe zu, ebenso eine lückenlose Sendungsverfolgung. Cargoboard funktioniert wie folgt: Zunächst gibt der Interessent den Versand- und Empfangsort an, ebenso die Maße und das Gewicht der Sendung. Dann wählt er aus, wann die Ware eintreffen soll. Buchbar sind auch zusätzliche Services wie Avisierung oder eine Transportversicherung. Es folgen noch die Eingabe der Daten des Auftraggebers und des Empfängers, bevor der Auftrag dann mit oder ohne Registrierung gebucht werden kann. „Cargoboard kombiniert eine hochwertige Abwicklung mit einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, erklärt Struck.