Daimler testet Megawattladen im internationalen Realbetrieb

22. Jan. 2026Newsletter
Mercedes-Benz Trucks schickt zwei eActros 600 auf eine rund 2.400 Kilometer lange Testfahrt von Deutschland nach Schweden. Ziel der Erprobung ist es, das Megawatt Charging System (MCS) unter Praxisbedingungen zu testen – von Ladeleistung und Ladezeiten bis zur Leistungsfähigkeit der vorhandenen Infrastruktur.
Öffentliche und private MCS-Stationen im Einsatz
Die Route führt vom Werk Wörth am Rhein über die Niederlande, Belgien und Dänemark bis nach Linköping. Geladen wird an verschiedenen öffentlichen und privaten MCS-Standorten für schwere Nutzfahrzeuge. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kompatibilität zwischen Fahrzeugen und Ladesystemen unterschiedlicher Anbieter.
Technik stellt hohe Anforderungen
Hohe Ladeströme machen das Zusammenspiel von Fahrzeugtechnik und Ladeinfrastruktur besonders anspruchsvoll. Laut Mercedes-Benz Trucks zählt die Harmonisierung der Systeme ebenso zu den zentralen Herausforderungen wie das Wärmemanagement beim Megawattladen.
Schnelles Laden für den Fernverkehr
MCS ist für Ladeleistungen von bis zu 1.000 kW ausgelegt und soll batterieelektrische Lkw im Fernverkehr praktikabler machen. Beim eActros 600 dauert der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent rund eine halbe Stunde. Noch ist die Zahl öffentlicher MCS-Standorte in Europa begrenzt, langfristig gilt die Technik jedoch als Schlüssel für wirtschaftliche E-Lkw-Langstrecken.
eActros 600: Hohe Batteriekapazität für schwere Einsätze
Der eActros 600 verfügt über 621 kWh installierte Batteriekapazität auf Basis von LFP-Zellen. Mercedes-Benz Trucks gibt die Reichweite mit rund 500 Kilometern bei 40 Tonnen Gesamtzuggewicht an – mit Zwischenladungen lassen sich deutlich längere Tagesdistanzen realisieren.
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