DB Schenker soll an DSV gehen

12. Sept. 2024Newsletter
Der Verkauf von DB Schenker steht wohl kurz vor dem Abschluss. Mehreren Medienberichten zufolge hat der dänische Logistikdienstleister DSV im Bieter-Renner um DB Schenker die Nase vorn. Noch müssen aber die Aufsichtsräte beider Unternehmen zustimmen.
Geldsegen für die hoch verschuldete Bahn
Aus Insider-Kreisen heißt es, dass DSV rund 14 Milliarden Euro für die 100-prozentige Übernahme von DB Schenker geboten hat. Ein Geldsegen für die Bahn, die mittlerweile einen Schuldenberg von mehr als 30 Milliarden Euro angehäuft hat. Der Finanzinvestor CVC liegt wohl nur knapp unter dem DSV-Angebot und hatte zugesichert, die Marke Schenker zu erhalten. Der Eigentümer, also der Staat mit seinen Vertretern aus der Ampel-Regierung, hat sich dennoch für die Offerte des Schenker-Wettbewerbers entschieden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat sich wiederum gegen diese Entscheidung gestellt. Sie befürchtet, dass bei dem Zusammenschluss viele Arbeitsplätze wegfallen könnten.
DSV will weiter wachsen und Stellen schaffen
Dem widerspricht DSV. Es sei zwar möglich, dass in der Übergangsphase bis zu 1.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten – erklärtes Ziel sei es allerdings, dass in Summe mehr Menschen für den dann fusionierten Logistikdienstleister arbeiten. Aktuell beschäftigt DSV allein in Deutschland rund 15.000 Personen, weltweit sind es mehr als 70.000.
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