Deutschland-Takt: BMVI veröffentlicht Machbarkeitsstudie
Der Schienenverkehr in Deutschland soll effizienter getaktet werden. Für diesen „Deutschland-Takt“ hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht. Kernelemente des Konzepts sind laut BMVI optimale Anschlüsse an noch mehr Bahnhöfen, regelmäßigere Takte – mindestens alle 30 Minuten auf Fernverkehrs-Hauptachsen mit zwei und mehr Zügen je Stunde – sowie systematisierte Fahrpläne für den wachsenden Güterverkehr. Damit wolle man die Attraktivität der Gütertrassen steigern. „Die Bahn kann das Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts werden. Schnelle Verbindungen mit reibungslosem Umsteigen zwischen Fern- und Nahverkehr machen Bahnfahrten attraktiv“, sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Die Machbarkeitsstudie zum Deutschland-Takt zeigt, wie Reisezeiten verkürzt werden können und welche Infrastruktur dazu benötigt wird. Die Ergebnisse lassen wir in den neuen Bundesverkehrswegeplan einfließen.“ Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müsse man mit neuer Infrastruktur zusätzliche Kapazitäten schaffen. Man habe dafür Simulationsmodelle für eine ergänzende, sogenannte digitale Kapazitätssteigerung entwickelt. So will das BMVI eigenen Angaben zu Folge auch die vorhandene Infrastruktur besser auslasten. Für den prognostizierten Schienengüterverkehr müsse man die Kapazitäten auf Strecken und in Knoten erweitern.