DHL Group steigert Gewinn trotz leichtem Umsatzrückgang

05. März 2026Newsletter
Die DHL Group zieht für 2025 eine positive Bilanz. Obwohl der Umsatz leicht sank, übertraf der Konzern die eigene Ergebnisprognose und plant eine höhere Dividende.
Der Umsatz ging nach Angaben des Unternehmens um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis EBIT stieg dagegen um 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Die EBIT Marge verbesserte sich von 7,0 auf 7,4 Prozent. Der Free Cashflow ohne M&A erreichte 3,2 Milliarden Euro.
Prognose übertroffen und höhere Dividende geplant
Mit einem EBIT von 6,1 Milliarden Euro lag DHL über der eigenen Zielmarke von mindestens sechs Milliarden Euro. Der Konzerngewinn stieg um 5,1 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, das Ergebnis je Aktie erreichte 3,09 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Anhebung der Dividende auf 1,90 Euro je Aktie vor.
CEO Tobias Meyer führt das Ergebnis auf konsequentes Kapazitätsmanagement und strukturelle Kostensenkungen zurück. Zugleich investiert der Konzern weiter in Wachstumsmärkte und Zukunftsbereiche.
Handelskonflikte belasten das Geschäft
Währungseffekte und geringere Sendungsmengen in die USA wirkten jedoch dämpfend auf den Umsatz, so DHL. Höhere Zölle und regulatorische Änderungen im Welthandel sorgten für zusätzlichen Druck. Dennoch konnte der Konzern seine Profitabilität steigern.
Starke Entwicklung bei Supply Chain und eCommerce
Der Bereich DHL Supply Chain steigerte den Umsatz leicht auf 17,8 Milliarden Euro. Das EBIT legte um 8,7 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro zu. Digitalisierung, Automatisierung und neue Verträge sorgten für Wachstum.
Im Segment DHL eCommerce erhöhte sich das EBIT um 35,3 Prozent auf 379 Millionen Euro. Die Marge stieg auf 5,5 Prozent. Treiber waren der Trend zum Outsourcing und steigende Paketmengen im Onlinehandel.
Spedition unter Druck, Express mit höherer Marge
DHL Global Forwarding Freight verzeichnete einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro. Das EBIT sank um 29,6 Prozent auf 756 Millionen Euro. Niedrigere Frachtraten und geopolitische Unsicherheiten belasteten das Geschäft.
DHL Express steigerte trotz leicht rückläufiger Erlöse von 24,4 Milliarden Euro das EBIT auf 3,16 Milliarden Euro. Die Marge verbesserte sich auf 12,9 Prozent. Produktivitätsfortschritte und flexible Luftfrachtkapazitäten wirkten positiv.
Fokus auf nachhaltiges Wachstum
Mit der Strategie 2030 setzt DHL auf eigenen Angaben zufolge auf nachhaltiges Wachstum. Schwerpunkte sind Pharmalogistik, Investitionen in Indien und China, Digitalisierung und klimafreundliche Lösungen. Die Treibhausgasemissionen sanken 2025 auf 32,3 Millionen Tonnen CO2e, der Anteil nachhaltiger Flugkraftstoffe stieg auf 10 Prozent.
Für 2026 erwartet der Konzern ein operatives Ergebnis von mehr als 6,2 Milliarden Euro und einen Free Cashflow von rund drei Milliarden Euro. Effizienzprogramme bleiben im Fokus.
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