T&E-Studie: Euro-6-Diesel entkommen Fahrverboten

15. März 2018Newsletter
Mehr als 90 Prozent neuer Euro-6-Diesel-Pkw, die die Emissionsgrenzen der EU nicht einhalten, sind von Fahrverboten immer noch ausgenommen. Zum Teil würden die Grenzwerte für Stickoxide um das Vier- bis Fünffache, bei einigen Modellen sogar um das Zehnfache überschritten, ergab eine Untersuchung der Umweltorganisation Transport & Environment (T&E). Betroffen seien insbesondere Fahrzeuge von Renault, Fiat und Opel.
Manche Euro-6-Pkw stießen auf der Straße mehr Stickoxide aus als verbannte Euro-4- und Euro-5-Fahrzeuge. „Eine der Hauptschwächen von Umweltzonen und Fahrbeschränkungen in Städten ist die generelle Freistellung der zumeist schmutzigen Euro-6-Diesel“, sagte die T&E-Verantwortliche Julia Poliscanova. Würden sie nicht nachgerüstet, hätten die Städte keine andere Wahl, als sie auszusperren. Um effektiv zu sein, müssten Fahrbeschränkungen aufgrund von Abgastests unter realen Bedingungen ausgesprochen werden.
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