DSV beschleunigt Schenker-Übernahme

05. Feb. 2026Newsletter
Handelsspannungen und makroökonomische Risiken prägen weiterhin das Marktumfeld, doch DSV ist solide ins Jahr 2026 gestartet. Der dänische Logistikkonzern konnte 2025 ein deutliches Ergebnisplus erzielen: Das EBIT vor Sondereffekten stieg um fast 50 Prozent. Ein wesentlicher Treiber war die Integration von Schenker, die schneller vorankommt als ursprünglich geplant und bereits Ende 2026 abgeschlossen sein soll.
Größte Übernahme der Unternehmensgeschichte
Die Akquisition von Schenker war die umfangreichste und komplexeste Transaktion in der 50-jährigen Geschichte von DSV. Konzernchef Jens H. Lund zufolge liegt das Unternehmen bei der Integration deutlich vor dem Zeitplan. Durch den Zusammenschluss habe sich DSV zu einem weltweit führenden Transport- und Logistikanbieter entwickelt, der von seinem globalen Netzwerk, der kommerziellen Ausrichtung sowie Fortschritten in Digitalisierung und künstlicher Intelligenz profitiere.
Landverkehr und Kontraktlogistik legen kräftig zu
Im vierten Quartal 2025 erzielte DSV einen Bruttogewinn von rund 2,5 Milliarden Euro und ein EBIT vor Sondereffekten von etwa 780 Millionen Euro. Besonders stark entwickelten sich Landverkehr und Kontraktlogistik, die von der Schenker-Integration, Effizienzmaßnahmen und einer besseren Marktlage in Europa profitierten. Insgesamt verbesserte sich das EBIT vor Sondereinflüssen im Jahresvergleich um 48,5 Prozent und entsprach damit den eigenen Prognosen.
Geschäftsbereiche mit unterschiedlicher Dynamik
Im Segment Air & Sea stieg das EBIT vor Sondereffekten auf 411 Millionen Euro, wobei schwächere Seefrachtmärkte durch Beiträge von Schenker ausgeglichen wurden. Der Bereich Road erreichte 135 Millionen Euro und profitierte neben der Übernahme von stabileren Märkten. Contract Logistics verzeichnete mit 202 Millionen Euro eine besonders deutliche Verbesserung, getragen von der Integration, einer fokussierten Vertriebsstrategie und höherer Lagerauslastung.
Synergien durch Schenker-Kauf sollen ab 2027 voll wirken
Langfristig rechnet DSV mit jährlichen Synergien von rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Schenker-Kauf, deren volle Wirkung ab 2027 erwartet wird. Für 2026 prognostiziert der Konzern einen kumulierten positiven EBIT-Effekt von etwa 670 Millionen Euro. Die Transaktions- und Integrationskosten lagen 2025 mit 4,5 Milliarden Euro über den Erwartungen, insgesamt rechnet DSV weiterhin mit Sondereffekten von rund 1,5 Milliarden Euro.
Optimistischer Ausblick für 2026
Da bereits rund 30 Prozent der Integration 2025 abgeschlossen wurden, wurde der Zeitplan deutlich verkürzt. Für das laufende Jahr erwartet DSV ein EBIT vor Sondereffekten von bis zu 3,4 Milliarden Euro, inklusive zusätzlicher Synergien von mindestens 535 Millionen Euro. Die Sonderaufwendungen für die Integration sollen sich 2026 auf rund 870 Millionen Euro belaufen.
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