E-Lkw: Neuer Megawatt-Ladepunkt

07. Okt. 2025Newsletter / Transport & Verkehr
Das Bundesministerium für Verkehr und die EU fördern das Projekt „HoLa – Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr“. Im Rahmen dessen wurde an der Rastanlage Lipperland Süd bei Bielefeld der erste deutsche Megawatt-Ladepunkt für BEV-Lkw im öffentlichen Raum in Betrieb genommen. Das „HoLa“-Konsortium wird vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI gemeinsam mit der P3 Group koordiniert.
BEV-Lkw-Technik für den Fernverkehr
Der Ladepunkt an der A2 arbeitet mit dem MCS-Standard (Megawatt Charging System) und liefert bis zu 1,2 Megawatt. Das Megawattladen verkürzt die Ladezeit erheblich und ermöglicht damit Reichweiten, die den Einsatz im Fernverkehr praxistauglich machen. „Zum ersten Mal können schwere Lkw in nur 30 bis 45 Minuten für hunderte Kilometer Reichweite geladen werden – das ist die Voraussetzung für eine wirtschaftlich tragfähige Elektrifizierung des Lkw-Fernverkehrs“, erklärt Professor Patrick Plötz, Gesamtkoordinator des vom Fraunhofer ISI geleiteten HoLa-Projekts.
Die Unternehmen STI Freight Management Germany und Pape Transporte werden den neuen Hochleistungsladepunkt mit E-Lkw von Scania nutzen und Erfahrungswerte sammeln. Neben der technischen Demonstration umfasst das Projekt Analysen zu Netzintegration, Standortwahl, Wirtschaftlichkeit und Nutzerakzeptanz. Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Ladeinfrastrukturplanung auf Bundes- und EU-Ebene ein.
Weitere Hochleistungsladepunkte geplant
Der Projektplan sieht vor, dass an vier Standorten entlang zentraler Autobahnabschnitte in Deutschland MCS-Ladepunkte entstehen sollen, um die Technologie unter Realbedingungen zu testen. Zum HoLa-Konsortium gehören 13 Partner aus Fahrzeugbau, Energieversorgung, Netzbetrieb, Autobahnbewirtschaftung und Forschung – darunter Daimler Truck, MAN, Scania und Volvo aus dem Bereich Fahrzeuge, ABB E-mobility, Heliox und EnBW mobility+ aus dem Bereich Energie- und Ladeinfrastruktur sowie die Autobahn GmbH des Bundes. Wissenschaftlich begleiten unter anderem Fraunhofer ISI/IAO, die Universität Stuttgart, die Bauhaus-Universität Weimar, die TU Berlin und die TU Dortmund das Projekt.
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