E-Lkw verlieren Nutzlast durch schwere Batterien
10. März 2026Newsletter / Fahrzeug & TechnikUnternehmen, die elektrische Sattelschlepper einsetzen, stoßen zunehmend auf ein technisches Problem. Das hohe Gewicht der Batterien reduziert die mögliche Nutzlast. Der Trailerhersteller Kögel Trailer hat deshalb nach eigenen Angaben seinen Auflieger Light Plus speziell für den Einsatz mit E-Zugmaschinen angepasst.
Zwar erlaubt die EU für elektrische Zugmaschinen ein um zwei Tonnen höheres Gesamtgewicht. Maß- und Achslastgrenzen bleiben jedoch unverändert – wodurch der Vorteil schnell wieder verloren gehen kann.
Achslast begrenzt Transportkapazität
Die EU-Richtlinie Richtlinie 96/53/EG erlaubt E-Lkw ein Gesamtzuggewicht von bis zu 42 Tonnen. Damit soll das schwere Batteriepaket ausgeglichen werden.
Das Problem: Die Batterie sitzt meist auf der Antriebsachse, deren Grenzwert weiterhin bei 11,5 Tonnen liegt. In Kombination mit einem Standardauflieger wird diese Grenze laut Kögel häufig erreicht oder überschritten. In solchen Fällen sinkt die mögliche Nutzlast – bei gleichmäßiger Beladung auf etwa 20 Tonnen.
Verkürzter Radstand soll Nutzlast erhöhen
Kögel reagiert mit einem technisch angepassten Auflieger. Beim e-optimierten Light Plus wurde der Abstand zwischen Königszapfen und erster Trailerachse um 300 Millimeter verkürzt. Dadurch sinkt laut Hersteller der Druck auf die Antriebsachse der Zugmaschine um bis zu zwei Tonnen.
Je nach Fahrzeugtyp könnten laut Kögel so bis zu vier Tonnen mehr Nutzlast möglich sein als mit einem herkömmlichen Trailer. Mit zusätzlicher dynamischer Radstandregelung lasse sich das maximale Zuggewicht von 42 Tonnen vollständig nutzen.
Trailer für emissionsfreie Zugmaschinen
Der e-optimierte Light Plus ist laut Hersteller für elektrische Zugmaschinen verschiedener Marken geeignet und bereits verfügbar. Ziel ist es, die Nutzlastprobleme von E-Lkw zu reduzieren und ihren wirtschaftlichen Einsatz im Transportalltag zu erleichtern.