Eco Performance Award 2024
Bei der Verleihung der Eco Performance Awards (EPA) 2024 stand die Logistik im Mittelpunkt. Zum 17. Mal wurden die Auszeichnungen an Unternehmen vergeben, die sich besonders um das Thema Nachhaltigkeit bemühen, im Sinne der Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Zero Emission Summits von trans aktuell und Schaeffler in Fürth statt.
Unterstützt wird der Preis von einem Konsortium aus Kravag, Schaeffler Gruppe, SVG Süd und Transcoop09; die Bezeichnung „Award der Verbände“ rührt aus der ideellen Förderung durch die Verbände Astag und SpedlogSwiss (beide Schweiz) sowie BdKEP, BWVL, DSLV, BGL.
Nach Angaben von Projektmanager Ludwig Häberle vom Unternehmen Logistics Advisory Board mussten die EPA-Aspiranten einen mehrmonatigen intensiven Durchlauf überstehen, im Rahmen dessen die Jury die eingereichten Konzepte auf Herz und Nieren überprüfte – mit dem Fokus auf Innovationen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht wurde.
Clover Optimization siegt bei KMU
In der Kategorie Start-ups konnte das Unternehmen Clover Optimization mit seiner Lösung einer Transportplanung mittels einer vollautomatischen Tourenoptimierung noch vor dem Aachener Unternehmen Mansio mit seiner Plattform für Begegnungsverkehre den Sieg erringen.
In der Kategorie KMU – Voraussetzung: bis 249 Mitarbeiter und Dispositionshoheit über die eigenen Transportmittel – waren die Stückgutkooperation Cargoline und das Getränkehandelsunternehmen Vosskamp die Finalisten. Letzteres gewann die Auszeichnung vor allem für seine Vision einer Transformation hin Richtung E-Mobilität und dem unkonventionellen und ganzheitlichem Konzept dahingehen, sagte Laudator Julias Häberle.
Bei der Wahl des EPA-Siegers unter den Großunternehmen (ab 250 Mitarbeiter, Dispositionshoheit über die eigenen Transportmittel) brauchte die Jury mehrere Tage, um sich zu entscheiden, berichtete Jurymitglied und transcoop09-Geschäftsführer Josef Perisa.
Zur Wahl standen Ansorge Logistik, das unter anderem 2018 noch vor allen Fahrzeugherstellern eine erste eigene vollelektrische Sattelzugmaschine entwickelt hatten; und die Rüdinger Spedition, die über den Ausbau eigener PV-Anlagen und der notwendigen Infrastruktur eine Kostenstruktur für eine wirtschaftliche Anwendung für E-Mobilität gefunden hat und über eine Handlungsempfehlung andere daran teilhaben lässt.
Andere Unternehmen zur Nachahmung animieren
Dies war für die Jury einer der ausschlaggebenden Punkte für den Siegerplatz, wobei laut Josef Perisa sich alle Teilnehmer an dem Nachhaltigkeitswettbewerb dadurch auszeichneten, „dass sie andere Unternehmen animieren wollen, es ihnen nachzumachen“.
Auch in der Kategorie „Innovation“ musste sich die Jury unter gleich drei starken Teilnehmern für einen Erstplatzierten entscheiden – es siegte Anbieter PTV Logistics mit seiner Cloudlösung einer EV Truck Routenplanung, die sich laut Juror Stephan Kösling, Geschäftsführer von Toll Collect, durch ihre einfache Nutzbarkeit und dem hohen Reifegrad auszeichnet. Die weiteren Finalisten in der Kategorie waren der Schweizer Anbieter Designwerk mit seinem batteriegepufferten Megacharging und GP Joule, das einen ganzheitlichen Ansatz bei Planung, Installation und Betrieb, von Ladeinfrastruktur einsetzt.