EU ermittelt gegen Lkw-Kartell

21. Nov. 2014
Die Europäische Union (EU) ermittelt gegen mehrere europäische Lastwagen-Produzenten wegen des Verdachts der Preisabsprachen. Nach Angaben von N-TV geht die EU-Kommission verschärft gegen den Münchner Hersteller MAN und den Stuttgarter Lkw-Bauer Daimler sowie etwa gegen Volvo, Scania und den Iveco-Mutter-Konzern CNH Industrial vor. Dabei gehe es konkret um Preisabsprachen beim Verkauf der Lkw in Europa. Das Kartell habe über längere Zeit bestanden, es habe den Straßentransport verteuert und der Wirtschaft geschadet, zitiert N-TV EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestage. Die Ermittlungen laufen bereits seit einigen Jahren. Nun stehe die Übermittlung der Beschwerde an die Lkw-Hersteller an. Sollte die EU-Kommission zu dem Ergebnis kommen, dass die Hersteller tatsächlich gegen Kartellvorschriften verstoßen haben, droht den Lkw-Bauern eine Strafe. Im schlimmsten Fall müssten die Hersteller zehn Prozent des Jahresumsatzes zahlen.