Förderprogramm für Wasserstoff im Schwerlastverkehr

02. Feb. 2026Newsletter
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) legt ein neues Förderprogramm zur Stärkung des Wasserstoffs im Schwerlastverkehr auf. Mit einem Gesamtvolumen von 220 Millionen Euro unterstützt der Bund sowohl den Aufbau öffentlicher Wasserstoff-Tankstellen als auch die Anschaffung entsprechender Nutzfahrzeuge. Bundesweit können so bis zu 40 neue H2-Tankstellen entstehen.
Tankstellen und Lkw werden gemeinsam gefördert
Im Fokus des Programms stehen der Neubau öffentlich zugänglicher Wasserstoff-Tankstellen sowie die Förderung wasserstoffbetriebener Lkw. Nach Angaben des BMV reicht das Fördervolumen aus, um neben den Tankstellen bis zu 400 H2-Lkw auf deutsche Straßen zu bringen.
Strategie gegen das Henne-Ei-Problem
Der kombinierte Förderansatz soll sicherstellen, dass neue Tankstellen von Beginn an ausgelastet sind, während Transport- und Logistikunternehmen gleichzeitig auf ein verlässliches Tankstellennetz zugreifen können. Damit adressiert das Ministerium gezielt das bislang bestehende Henne-Ei-Problem von Fahrzeugangebot und Infrastruktur.
Bundesverkehrsminister betont Bedeutung von Wasserstoff
„Wasserstoff spielt technisch, wirtschaftlich und geopolitisch eine wichtige Rolle für einen klimafreundlichen Schwerlastverkehr und ergänzt batterieelektrische Antriebe sinnvoll“, erklärt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Die Förderung der Wasserstoff-Infrastruktur sei daher bereits im Koalitionsvertrag verankert worden.
Hohe Förderquoten für Betreiber und Fahrzeughalter
Gefördert werden Wasserstoff-Tankstellen, die den Vorgaben der europäischen AFIR-Verordnung entsprechen, mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Für neue wasserstoffbetriebene Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 sind Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Mehrkosten im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug möglich.
Antragsfrist läuft bis Ende Mai 2026
Ziel des Programms ist es, die Nachfrage im gesamten deutschen Wasserstoff-Tankstellennetz deutlich zu steigern. Förderanträge können noch bis zum 31. Mai 2026 über das Online-Förderportal des Bundes eingereicht werden.
Seite teilen :