Gebrüder Weiss: Neue Lkw-Route über Zentralasien

02. März 2026Newsletter / Transport & Verkehr
Gebrüder Weiss erweitert sein Angebot auf dem Mittleren Korridor und startet ab sofort eine wöchentliche Lkw-Verbindung von China nach Tiflis. Der Sammelgutservice richtet sich vor allem an Unternehmen im Südkaukasus, die regelmäßig kleinere Sendungen aus China importieren. Laut Unternehmen ist der Service schneller als der Seeweg, flexibler als die Bahn und günstiger als Luftfracht.
22 bis 25 Tage von Khorgos nach Tiflis
Die Waren werden landesweit in China abgeholt und an mehreren Gebrüder-Weiss-Standorten gebündelt – darunter Shanghai, Shenzhen, Suzhou und Urumqi. Per Lkw-Transport geht es dann weiter zur Grenze nach Khorgos. Anschließend führt die Route durch Kasachstan, per Fährverbindung über das Kaspische Meer und mittels Transitverkehr durch Aserbaidschan. Das Ziel ist die georgische Hauptstadt Tiflis. Ab Khorgos beträgt die Transportzeit rund 22 bis 25 Tage.
Wirtschaftliche Alternative für kleinere Sendungen
Der Service ist als Sammelgutverkehr konzipiert. Mehrere Sendungen unterschiedlicher Kunden werden konsolidiert transportiert. Das ermöglicht planbare Kosten auch bei geringeren Volumina, etwa für Elektronik, Konsumgüter, Ersatzteile für Maschinen und Fahrzeugkomponenten.
„Der Lkw ist schneller als der klassische Seeweg, flexibler als die Bahn und deutlich günstiger als die Luftfracht“, sagt Thomas Moser, Direktor und Regionalleiter Black Sea/CIS bei Gebrüder Weiss.
Logistikdrehscheibe Tiflis
Vom modernen Logistikterminal in Tiflis – zuletzt 2024 erweitert – übernimmt Gebrüder Weiss die Verteilung innerhalb Georgiens sowie in die Nachbarländer Armenien und Aserbaidschan inklusive Zollabwicklung. Bei steigender Nachfrage soll die Frequenz des wöchentlichen Services erhöht werden.
Ausbau des Mittleren Korridors
Mit der neuen Lkw-Verbindung stärkt Gebrüder Weiss seine Präsenz entlang des sogenannten Mittleren Korridors, der Handelsroute zwischen China und Europa über Zentralasien und den Kaukasus, auch bekannt als Transkaspische Internationale Transportroute (TITR). Diese wachsende multimodale Handelsroute umgeht Russland und Iran, was sie seit 2022 als alternative, strategische Verbindung für den Güterverkehr attraktiv macht.
Neben China und Georgien ist Gebrüder Weiss auch in Armenien, Kasachstan, der Türkei und Usbekistan vertreten. Angesichts geopolitischer Verschiebungen und Kapazitätsengpässen auf anderen Routen gewinnt diese Achse strategisch an Bedeutung für europäische und asiatische Lieferketten.
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