Hamburger Hafen startet KI-Projekt zur Personalplanung

02. Dez. 2025Newsletter
Der Hamburger Hafen treibt seine Digitalisierung mit dem neuen Projekt PortConnect voran. Gemeinsam mit der HHLA entwickelt die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft (GHB) ein KI-basiertes System, das ab 2026 den Personalbedarf der Hafenlogistik zentral prognostizieren soll. Das Bundesverkehrsministerium fördert das Vorhaben mit rund 2,28 Millionen Euro.
Kern des Projekts ist eine gemeinsame Datenbasis für den gesamten Hafen. Neben der GHB liefern auch HHLA, Eurogate und das Hamburg Vessel Coordination Center (HVCC) umfangreiche operative Informationen – von Schiffsanläufen über Terminalauslastungen bis zu Umschlagmengen. Die KI soll daraus automatisch den kurz- und mittelfristigen Personalbedarf ableiten.

Fraunhofer Center mit im Boot

Für die Entwicklung der Prognosemodelle kooperiert das Konsortium mit dem Fraunhofer Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML). Die technische Umsetzung übernimmt P.L.I. Solutions, ein Spezialist für Workforce-Management.
PortConnect umfasst mehrere digitale Bausteine: eine algorithmusgestützte Personalzuteilung für die Disposition, einen digitalen Bestellprozess zwischen Hafenbetrieben und GHB, einen Schichtmarktplatz in der GHB-App sowie ein Dashboard, das Kennzahlen zum Gesamtaufkommen im Hafen visualisiert. Ziel ist eine flexiblere und transparentere Planung, die Schwankungen im Warenumschlag besser abbildet.

Projekt soll Wettbewerbsfähgkeit des Hafens stärken

Für den Standort Hamburg hat das Projekt strategische Bedeutung. Mit KI-gestützten Vorhersagen soll der Personaleinsatz effizienter und verlässlicher werden – ein Vorteil für Hafenbetriebe und die rund 1.000 Beschäftigten der GHB gleichermaßen. Langfristig soll PortConnect die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens stärken und als Modell für andere Standorte dienen.
Der GHB ist eine gemeinsame Einrichtung von Verdi und dem Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH). Das Unternehmen stellt der Hafenwirtschaft gewerbliche Mitarbeitende bereit und gilt als zentrale Drehscheibe der Personaldisposition im Hafen.
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