Hapag-Lloyd: Börsengang noch 2015

30. Sept. 2015
Der Container-Reeder Hapag-Lloyd will mit einem Börsengang Kapital einsammeln. Wie die Zeitung Hamburger Abendblatt in ihrer Onlineausgabe berichtet, erwartet das Unternehmen Bruttoerlöse von umgerechnet 500 Millionen Dollar (etwa 446 Millionen Euro). Noch in diesem Jahr wolle Hapag-Lloyd an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sein. Weiter berichtet die Zeitung, die Reederei wolle die Einnahmen aus dem Aktienverkauf für weitere Investitionen in Schiffe und Container verwenden. Weiter wolle man die Kapitalstruktur und das langfristige Wachstum stärken. Insgesamt sei das Unternehmen mit fünf Milliarden Euro zu bewerten. Laut Abendblatt werden die drei „Ankeraktionäre“ vorerst keine eigenen Anteile verkaufen.
Klaus-Michael Kühne und die chilenische Compania Sud Americana de Vapores (CSAV) beteiligen sich demnach jeweils 50 Millionen Dollar an der Kapitalaufstockung. 400 Millionen Euro frisches Kapital erwarte man aus dem Verkauf an institutionelle Investoren und Privatanleger. Dazu komme die Stadt Hamburg, die ihr eingebrachtes Kapital allerdings nicht erhöhen wolle. Die drei haben sich laut Abendblatt verpflichtet, zehn Jahre lang einen Anteil von mindestens 51 Prozent zu halten und ihre Stimmrechte bei allen Entscheidungen über die Geschäftstätigkeit der Reederei zusammenzufassen.