„HyWheels“: 1.000 Brennstoffzellen-Nfz sollen rollen

20 Nov 2020
Wasserstoff Brennstoffzellenantrieb Lkw
Deutschland will den Wasserstoff-/Brennstoffzellenantrieb voranbringen. Foto: Esoro - K.J. Kessler

In Osthessen sollen in wenigen Jahren 1.000 Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge auf die Straße gebracht werden. Hintergrund dafür ist die Initiative „HyLand“ des Bundesverkehrsministeriums. Im Jahr 2019 hatte die Stadt Fulda mit ihrer Bewerbung den Zuschlag für „HyLand“ erhalten. Ziel von „HyLand“: Den Wasserstoff- / Brennstoffzellenantrieb in Deutschland voranbringen. Nun startet die Erstellung des Konzepts. In Fulda trägt das Projekt die Bezeichnung „HyWheels“.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Brennstoffzellen-Lkw. Die Beteiligten sehen hier das Potenzial zur Anschaffung von mindestens 1000 mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen. Durch die gemeinschaftliche Beschaffung werden die Mehrkosten für den Betrieb der Fahrzeuge minimiert. Zum anderen sollen für die regionalen Verkehrsunternehmen Wettbewerbsvorteile geschaffen werden, da sie in einem umkämpften Logistikmarkt gefragte grüne Verkehrsdienstleistungen anbieten können.

Grüne Verkehrsdienstleistungen

Neben dem Einsatz von Brennstoffzellen-Lkw werden auch Möglichkeiten für den Betrieb von Brennstoffzellen-Bussen, Müllsammelfahrzeugen und Flurförderzeugen für die Intralogistik analysiert. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld erklärt dazu. „Mithilfe von ,HyWheels' möchten wir grüne Verkehrsdienstleistungen anbieten. Damit können sich die Unternehmen in einem internationalen Wettbewerb behaupten. Gleichzeitig profitiert die Bevölkerung durch den Aufbau von neuen regionalen Wertschöpfungsketten und der Einsparung von Emissionen wie CO2-, NOX und Lärmemissionen.“

Bereits mehr als 40 Projektpartner unterstützen das Projekt. Dazu zählen Logistikunternehmen, Tankstellenbetreiber, Energieversorger und Endkunden wie Supermarktketten, die grüne Logistikdienstleistungen in Anspruch nehmen möchten. Weitere interessierte Akteure werden gesucht. Das umsetzungsreife Konzept soll bis Mitte 2021 vorliegen.