LNG-Tankstellen in Deutschland

27. Aug. 2019
Von der Dena gibt es ab sofort eine Karte mit allen LNG-Tankstellen in Deutschland, die in Betrieb oder geplant sind.
Diese durch die LNG-Taskforce zusammengetragenen Informationen sollen Logistikern, Spediteuren und Transporteuren bei der Routenplanung helfen. Ebenso sollen die Informationen eine Grundlage bei Kaufentscheidungen für Fahrzeuge mit LNG-Antrieb sein.
LNG-Taskforce
Die LNG-Taskforce wurde 2015 von der Dena, dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches sowie dem Verein Zukunft Erdgas im Rahmen der Initiative Erdgasmobilität gegründet. Die LNG-Taskforce hat das Ziel, die Einführung von LNG als Kraftstoff auf dem deutschen Markt voranzu bringen und LNG als Alternative zum Diesel zu etablieren. Sie wirkt bei der Entwicklung von Rahmenbedingungen mit, spricht Handlungsempfehlungen aus und fördert den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik. Die Karte ist hier abrufbar.
1.300 Erdgas-Lkw gefördert
LNG-Lkw sind im Vergleich zum Diesel leiser, emittieren weniger Luftschadstoffe und weniger klimaschädliches CO2. Deshalb werden sie durch das Bundesverkehrsministerium beim Kauf gefördert und sind ebenfalls von der Lkw-Maut befreit. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.300 CNG- und LNG-Lkw gefördert.
25.000 LNG-Lkw bis 2025
Die LNG-Taskforce hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 25.000 LNG-Lkw auf die Straße zu bringen und ein Netz von 200 LNG-Tankstellen aufzubauen. Sechs LNG-Tankstellen sind hierzulande bereits in Betrieb. Bis Ende 2020 soll die hiesige Infrastruktur auf etwa 40 Tankstellen ausgebaut werden. Die LNG-Tankstellenkarte soll fortlaufend aktualisiert werden.
Transport schwerer Güter
„Der Güterverkehr muss in den kommenden Jahren deutlich klimafreundlicher gestaltet werden“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung. „Der Einsatz von LNG-Lkw für den Transport schwerer Güter auf der Straße und über lange Distanzen ist dabei ein wichtiger Hebel. Denn LNG ist aktuell die einzige marktreife Alternative zu konventionellem Diesel. Mit der Beimischung oder vollständigen Substitution durch Bio- oder synthetischem LNG können die Klimavorteile im Güterverkehr noch weiter gehoben werden. Die neue Tankstellenkarte ist ein wichtiger Schritt in der Anwenderkommunikation und auf dem Weg zu einer voll ausgebauten LNG-Tankstelleninfrastruktur.“