Logistikbranche in Bayern streikt wieder
Noch immer gibt es keine Einigung im Tarifstreit der bayerischen Logistikbranche. So legten beispielsweise am vergangenen Montag laut der Gewerkschaft ver.di 17 Mitarbeiter der Spedition Stute sowie 25 Beschäftigte von DHL Freight ihre Arbeit nieder. Laut der Gewerkschaft wurden deshalb bei DHL Freight 50 Lkw-Brücken nicht bearbeitet. Auch die Expresszustellung sei eingeschränkt gewesen. Am vergangenen Freitag, so ver.di, streikten bereits Hermes-Mitarbeiter in Augsburg.
Der Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) machte in der zweiten Verhandlungsrunde ein Tarifangebot von 1,9 Prozent Lohnerhöhung. Laut der Gewerkschaft legte der Landesverband Bayerischer Transporteure (LBT) gar kein Angebot vor. „Die Paketbranche boomt, Fahrermangel und Dienst rund um die Uhr sind kennzeichnend für die Branche, aber bei den Löhnen und Gehältern tut sich fast nichts“, sagt ver.di Verhandlungsführer Anton Hirtreiter. „Bis zur dritten Verhandlungsrunde am 8.12. werden wir deshalb mit weiteren Warnstreiks verdeutlichen, dass die Beschäftigten eine gerechte Teilhabe wollen.“ Ver.di fordert eigenen Angaben zu Folge eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 5,5 Prozent, mindestens jedoch 120 Euro. Die Ausbildungsvergütung solle um 50 Euro steigen.