LTV: Resolution und neues Präsidium

15 Apr 2019
Lkw im Stau
Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes fordert eine Entlastung der Unternehmen. Foto: Fotolia - Kara

Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) wählte ein neues Präsidium und veröffentlicht eine Resolution für kleine und mittelständische Unternehmer.

Neues Präsidium

Nach 21 Jahren im Ehrenamt kandidierte Christoph Schuchert nicht mehr als Präsident des LTV und so wählten die Mitglieder in Weimar-Lengenfeld Karsten Beese, Inhaber und Geschäftsführer der B&H Spedition Logistik in Fröttstädt. Seit 2013 war er Vizepräsident des LTV und zuvor mehrere Jahre im Vorstand der Fachvereinigung Güter-, Möbelverkehr und Logistik. Weitere Mitglieder im Präsidium sind René Starke, der bereits seit 21 Jahren Vizepräsident ist, und Christoph Schuchert.

Resolution

Als weiteres Ergebnis der Jahreshauptversammlung hat der LTV eine Resolution veröffentlicht, mit der er Politiker auffordert tätig zu werden. „Unternehmertum ist nicht mehr das, was es einmal war“, teilt der Landesverband mit und stellt fest, dass Frust und Verdrossenheit der kleinen und mittelständischen Verkehrsunternehmer stetig zunehme. Die Resolution haben die Versammlungsteilnehmer mit großer Mehrheit und in Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland und ihre eigene wirtschaftliche Existenz beschlossen.

• Klein- und mittelständisches Unternehmertum sei zu fördern, indem den Unternehmen Wertschätzung entgegengebracht werde und diese bürokratisch entlastet würden.

• Wettbewerbsgleichheit zwischen deutschen und osteuropäischen Güterverkehrsunternehmen sei herzustellen, indem die Einhaltung von Regelungen zu Mindestlöhnen, Kabotage und Arbeitszeit – nach dem deutschen Arbeitszeitgesetz – konsequent kontrolliert und Verstöße sanktioniert würden.

• Direkte oder indirekte Steuern oder Abgaben für Dieselfahrzeuge sollen nicht erhöht werden. Auch vor anderen Maßnahmen zur Verteuerung der Dieseltechnologie warnt der LTV, wenn Unternehmen vorher keine wirtschaftliche Alternative angeboten bekommen hätten. Man sei nicht mit dem Diesel verheiratet, aber er sei derzeit das Wirtschaftlichste und die einzige Alternative im Schwerverkehr.

• Die Parkplatzsituation auf Bundesautobahnen und Bundesfernstraßen sei deutlich zu verbessern, damit Fahrer einen Parkplatz finden und ihre gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten einhalten könnten.