MAN setzt auf E-Lkw in der Produktionslogistik

26. Jan. 2026Newsletter / Fahrzeug & Technik
MAN elektrifiziert schrittweise seine Inbound-Transporte und will insgesamt 40 Routen in der Produktionsversorgung auf emissionsfreie Antriebe umstellen. Ein erster Meilenstein ist der Einsatz von 15 MAN eTrucks durch den Logistikdienstleister Kloiber.
Die batterieelektrischen MAN eTGX pendeln ab sofort regelmäßig zwischen den MAN-Werken in Nürnberg und München, unter anderem für den Transport von Batterien zur eTruck-Produktion.
Hohe Tagesleistungen und CO₂-Einsparungen
Ein Umlauf zwischen den beiden Standorten umfasst rund 328 Kilometer. Bei vier bis sechs Fahrten pro Tag legt ein Fahrzeug bis zu 1.900 Kilometer zurück. Der lokal emissionsfreie Betrieb spart laut MAN bis zu 566 Tonnen CO₂ pro Jahr – vorausgesetzt, es wird vollständig Grünstrom genutzt.
Elektrifizierung der Lieferketten im Fokus
Im MAN-Inbound-Netzwerk kommen jährlich bis zu 165 Millionen Lkw-Kilometer zusammen. Jeder elektrifizierte Transport trägt damit zur Dekarbonisierung der Lieferkette bei. MAN richtet seine Werkslogistik konsequent auf Zero-Emission-Antriebe aus. Produktions- und Logistikvorstand Michael Kobriger betont, dass die Elektrifizierung zentral für nachhaltige Transporte und wirtschaftliche Effizienz sei.
Ladeinfrastruktur an mehreren Standorten
Für den Einsatz der E-Lkw hat MAN die Ladeinfrastruktur an den Standorten Nürnberg und München erweitert. Am Servicezentrum München-Karlsfeld entstanden vier Hochleistungsladestationen mit bis zu 400 kW, ausgelegt auch für Sattel- und Hängerzüge. Zusätzlich wurden Ladepunkte in Dachau eingerichtet.
Eigener Ladepark bei Kloiber
Ergänzend betreibt Kloiber einen neuen Ladepark in Petershausen bei Dachau mit zehn Ladesäulen mit bis zu 500 kW Ladeleistung für Nutzfahrzeuge.
Der MAN eTGX ist speziell für die Automobillogistik ausgelegt. Als Ultra-Low-Liner bietet er eine Aufsattelhöhe von 950 mm und bis zu drei Meter Innenhöhe – ideal für Transporte mit hohem Ladevolumen.
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