Millionenprogramm für ein dichteres MAN-Servicenetz

04. März 2026Newsletter
Die MAN Truck & Bus SE will ihr europäisches Servicenetz bis 2030 mit rund 300 Millionen Euro ausbauen und modernisieren. Geplant sind neue Standorte, die Aufwertung bestehender Werkstätten sowie Investitionen in digitale und elektrische Infrastruktur. Nach Unternehmensangaben ist es das umfangreichste Service-Investitionsprogramm der Firmengeschichte. Ziel ist eine bessere regionale Abdeckung und die stärkere Ausrichtung auf Elektromobilität.
1.200 Standorte und engmaschigere Präsenz
Bereits heute umfasst das Netz europaweit rund 1.200 eigene Betriebe und Partnerwerkstätten mit etwa 7.000 Beschäftigten. Ergänzt wird es durch den Pannen- und Mobilitätsdienst MAN Mobile24 mit mehr als 2.000 Servicestützpunkten. In Deutschland betreibt MAN nach eigenen Angaben über 340 eigene und Partnerstandorte – das größte herstellereigene Servicenetz im Nutzfahrzeugbereich.
Künftig sollen 80 Prozent der Kunden innerhalb von 30 Minuten einen Servicebetrieb erreichen können. Im Fokus stehen zentrale Märkte wie Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei. Durchschnittlich sind rund sieben neue Standorte pro Jahr geplant.
Fokus auf E-Mobilität und Digitalisierung
Parallel richtet MAN seine Werkstätten auf elektrische Nutzfahrzeuge aus: Bereits 2026 sollen zwei Drittel der Standorte entsprechend vorbereitet sein. Etwa ein Drittel der Investitionen fließt in Ladeinfrastruktur und Qualifizierung, darunter Schulungen für rund 8.000 Beschäftigte sowie der Aufbau eines europäischen Netzes für Batteriereparaturen. Gemeinsam mit E.ON sind bis zu 400 Ladepunkte an bis zu 170 Standorten in Europa vorgesehen, davon bis zu 125 in Deutschland.
Zudem treibt MAN die Digitalisierung der Werkstattprozesse voran – etwa durch mobile Endgeräte, App-Lösungen und perspektivisch KI-gestützte Anwendungen zur effizienteren Auftragsabwicklung und höheren Transparenz für Kunden.
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