Neues Healthcare-Netz in Deutschland

07. Sept. 2023 Newsletter
Eurotranspharma Europe (ETP), eine Tochter der Walden Group, hat sich mit vier deutschen Healthcare-Spediteuren zusammengeschlossen. Die daraus resultierende Eurotranspharma Deutschland soll künftig Pharma- und Healthcare-Güter in Deutschland effizienter verteilen.
ETP hatte bereits zuvor Erfahrungen in Europa gesammelt. Das Unternehmen bietet unter anderem ein Netz mit aktiver Temperaturkontrolle in beiden Pharmabereichen – also 2 / 8 Grad Celsius und 15 / 25 Grad Celsius – für Pakete und Paletten an. Ein landesweiter Service soll direkt zu Beginn im ersten Quartal 2024 verfügbar sein.
Die Walden-Tochter und ihre vier Distributionspartner liefern künftig temperaturgeführte Pharma- und Healthcare-Produkte nach europäischen GDP-Standards in Deutschland aus. Steffen Segelke, Geschäftsführer des neuen Unternehmens, kündigt an: „Wir werden 18.000 Apotheken in Deutschland, Krankenhäuser, Ärzte und den Großhandel mit allen medizinischen und pharmazeutischen Gütern, die sie bestellen, am nächsten Tag beliefern.“ Das Unternehmen profitiere dabei auch von den Erfahrungen der Walden-Group, die unter anderem den englischen, französischen, belgischen und niederländischen Markt beliefern.
Unterschiedliche Temperaturen, kein Problem
Die Flotte besteht laut Segelke aus Zwei-Kammer-Fahrzeugen, mit denen Waren in beiden Temperaturbereichen gleichzeitig lagern und so an ihr Ziel kommen. Investiert habe das Unternehmen aber auch in die Entwicklung eines Transportmanagementsystems und Tracking-Lösungen. Damit lassen sich einerseits die transportierten Waren in Echtzeit überwachen und andererseits sehen die Kunden den aktuellen Standort des Fahrzeugs.
Da Eurotranspharma Deutschland von Anfang mit einem flächendeckenden Hub arbeiten möchte, hat sich das Unternehmen für einen zentralen Standort im Raum Kassel entschieden – mit Verbindungen zu Depots in ganz Deutschland. Damit komme die Walden Group einem Wunsch aus der Pharma- und Gesundheitsindustrie nach. Deutschland sei zwar ein strategischer Pharmamarkt, verfüge aber über ein zu geringes Transportangebot. Das führe zu einem Problem in der Versorgungskette. Zudem ist ETP Mitglied im Skandi Network, einem kollaborativen europäischen GDP-Transportnetz, was täglich 26 europäische Länder verbindet.