Noerpel reagiert auf Lkw-Fahrermangel

24. Nov. 2025Newsletter / Transport & Verkehr
Die Ulmer Noerpel-Gruppe tritt dem anhaltenden Lkw-Fahrermangel in Europa mit einer eigenen Fuhrparkgesellschaft in Litauen entgegen. Noerpel Baltic in Vilnius beschäftigt bereits rund 75 Fahrerinnen und Fahrer und setzt 60 Lkw auf internationalen Relationen ein – und die Flotte soll weiter wachsen.
In weiten Teilen Europas fehlen Berufskraftfahrerinnen und -fahrer. Speditionen und Logistikdienstleister kämpfen seit Jahren damit, ihre Transporte zuverlässig zu besetzen, Kapazitätsspitzen abzufedern und Lieferketten stabil zu halten. Viele Unternehmen reagieren mit neuen Rekrutierungsstrategien, Auslandsstandorten oder der Zusammenarbeit mit Flottenbetreibern in anderen Ländern. Die Noerpel-Gruppe geht jetzt einen eigenen Weg: Mit einer neuen Fuhrparkgesellschaft in Litauen will das Familienunternehmen aus Ulm zusätzliche Fahrerkapazitäten aufbauen und sich im Wettbewerb um Fachkräfte breiter aufstellen.
Noerpel Baltic: Fuhrparkgesellschaft in Vilnius
Um der Fahrerknappheit gezielt begegnen zu können, hat Noerpel 2024 die Tochtergesellschaft Noerpel Baltic mit Sitz in der litauischen Hauptstadt Vilnius gegründet. Sie ist als eigene Fuhrparkgesellschaft organisiert und arbeitet ausschließlich für die Standorte der Noerpel-Gruppe.
Noerpel Baltic auf einen Blick:
• Gründung: 2024
• Sitz: Vilnius, Litauen
• Funktion: Fuhrparkgesellschaft der Noerpel-Gruppe
• Personal: rund 75 fest angestellte Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer
• Fahrzeuge: 60 Lkw auf internationalen Touren
• Ziel: Entlastung bei Kapazitätsengpässen und Stabilisierung der Lieferketten
„Mit Noerpel Baltic stabilisieren wir Lieferketten und stellen unser Unternehmen zukunftssicherer auf“, erklärt Frank Irslinger, Vorstand der Noerpel-Gruppe. Mit dem massiven Ausbau eigener Ressourcen wolle Noerpel in der Transportabwicklung flexibler agieren und die Versorgung der Kunden absichern.
So organisiert Noerpel Baltic die internationalen Lkw-Touren
Die Steuerung der Flotte erfolgt durch das Team von Noerpel Baltic in Litauen. Die Kolleginnen und Kollegen in Vilnius:
• disponieren die zum Auftrag passenden Fahrzeuge,
• stellen das Fahrpersonal,
• planen die Touren und
• überwachen die komplette Transportabwicklung.
Für Transparenz in der Lieferkette setzt Noerpel auf Telematik: Die eingesetzten Lkw lassen sich jederzeit per GPS-Signal orten, der aktuelle Sendungsstatus steht den Dispositionen permanent zur Verfügung. So sollen internationale Transporte effizienter planbar sein – auch über mehrere Ländergrenzen hinweg.
Litauische Fahrer unterstützen deutsche Standorte
Aktuell fahren die Lkw und Fahrerinnen und Fahrer von Noerpel Baltic bereits für mehrere deutsche Standorte der Gruppe. Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Kapazitäten knapp werden oder zusätzliche Verkehre gefahren werden müssen.
Im Einsatz sind Fahrer und Fahrzeuge von Noerpel Baltic unter anderem für:
• Ulm
• Baienfurt
• Kempten
• Stuttgart
• Teningen
• Villingen-Schwenningen
Damit trägt die Flotte aus Litauen direkt zur Transportabwicklung in Deutschland bei und entlastet die dortigen Fuhrparks.
Noerpel-Gruppe: Gewachsener Logistikallrounder
Die Wurzeln der Noerpel-Gruppe reichen bis ins Jahr 1881 zurück. Aus dem regionalen Transportunternehmen hat sich ein breit aufgestellter Logistikdienstleister entwickelt.
Kennzahlen der Noerpel-Gruppe (Geschäftsjahr 2024, nach Unternehmensangaben):
• Hauptsitz: Ulm
• Standorte: 29 in Deutschland, der Schweiz und Österreich
• Umsatz: rund 710 Millionen Euro
• Sendungen: etwa 5,3 Millionen pro Jahr
• Beschäftigte: rund 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Neben klassischen Transportleistungen bietet Noerpel heute auch Logistikdienstleistungen mit Value-Added-Services, E-Commerce-Fulfillment sowie Personaldienstleistungen an. Mit Noerpel Baltic erweitert das Unternehmen sein Leistungsportfolio nun um eine eigenständige Fuhrparkorganisation in den baltischen Staaten.
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