Nordamerika: Daimler Truck präsentiert neue Dieselmotoren
25. Feb. 2026Newsletter / Fahrzeug & TechnikDetroit, die nordamerikanische Dieselmotorenmarke von Daimler Truck, bringt eine neue Motorengeneration für Schwerlast-Lkw auf den Markt. Die Gen-6-Ausführungen von DD13, DD15 und DD16 sollen künftig in den Trucks von Freightliner und Western Star eingesetzt werden. Nach Angaben von Daimler Truck laufen sie noch effizienter als ihre Vorgänger und erfüllen außerdem die amerikanischen EPA-Emissionsstandards für 2027.
Neue Detroit-Diesel mit Miller-Zyklus
Konkret ist die Rede von einem vereinfachten Einspritzsystem zur Optimierung der Verbrennung, von einer Ölpumpe mit variablem Fördervolumen, einem asymmetrischen Wastegate-Turbolader und vom Miller-Zyklus, der die Effizienz mittels eines sehr späten Schließens des Einlassventils verbessert und außerdem die Verbrennungstemperaturen und damit die NOx-Emissionen senken soll. In Sachen Abgasnachbehandlung setzt Detroit wiederum mit der kompakten „Detroit 1-Box“ auf die Pre-SCR-Technologie, mit der die Stickoxide schließlich nahezu auf null reduziert werden sollen.
Die Daten zu DD13, DD15 und DD16 im Detail
Die Gen-6-Ausführungen von DD13 und DD15 werden laut Daimler Truck ab Januar 2027 erhältlich sein, der Gen6-DD16 soll im Januar 2028 folgen. Produktionsstandort ist das Werk in Redford im US-Bundesstaat Michigan. Die Möglichkeiten beim DD13-Reihensechszylinder mit 12,8 Litern Hubraum werden dann von 410 bis 525 PS und von 1.965 bis 2.510 Newtonmetern reichen. Die Palette des DD15 mit 14,8 Litern Hubraum reicht von 425 bis 505 PS und von 2.100 bis 2.575 Newtonmetern. Der 15,6-Liter-Topmotor DD16 wiederum leistet mindestens 560 und maximal 605 PS, sein maximales Drehmoment gibt Daimler Truck mit 2.510 bis 2.780 Newtonmetern an.
Gen-6 ist die jüngste Evolution, Europa dürfte folgen
Laut Daimler Truck stehen die Gen-6-Motoren von Detroit für die jüngste Evolution der globalen Heavy-Duty-Dieselmotorenplattform (HDEP) von Daimler Truck. Auch in den Daimler Truck-Dieselmotoren für Europa dürften die neuesten Entwicklungen also bald Einzug halten, wenn auch in angepasster Form.