NRW will Verkehr auf die Schiene verlagern

28 Nov 2018
TXL-Zug auf Viadukt.
Für nicht bundeseigene Eisenbahnen stellt NRW zehn Millionen Euro bereit. Foto: C. Nallinger

Nordrhein-Nordrhein-Westfalen will den Verkehrsträger Schiene stärken und zahlreiche Industrie- und Gewerbegebiete wieder an die Hauptstrecken der Bahn anbinden. Von der jetzt bewilligten Förderung der Westfälischen Landes-Eisenbahn GmbH (WLE) in Höhe von rund 685.000 Euro verspricht man sich eine Verlagerung von bis zu 12.000 Lkw-Fahrten pro Jahr auf die Schiene. Das Unternehmen verwendet das Geld für die Reaktivierung des Industriestammgleises in das Gewerbegebiet Ahlen-Ost und hat langfristige Verkehre vereinbart, mit denen 200.000 Tonnen sogenannte Stahlcoils aus Südost-Niedersachen vom Lkw auf die Bahn verlagert werden.

Im Rahmen des in diesem Jahr wieder eingeführten Förderprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen für öffentliche nicht bundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen) stehen 2018 zehn Millionen Euro bereit. „Wir schaffen mit der Förderung die Möglichkeit, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu holen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst (FDP). Der Investitionsstau auf Strecken der NE-Bahnen, die oft die letzte Meile vom Unternehmen zum Eisenbahnnetz seien, solle aufgelöst werden. „Die Bahnen sind sowohl in den Randzonen der Ballungsgebiete als auch in den Ballungsräumen von großer verkehrs- und strukturpolitischer Bedeutung“, betont das Ministerium.

Finanziell unterstützt werden Investitionen in den Erhalt und den Ausbau von überwiegend für den Güterverkehr genutzten Schienenstrecken und Verladeeinrichtungen der NE-Bahnen. Voraussetzung ist, dass die Infrastrukturen für alle Eisenbahnen zugänglich sind. Die rund 70 kommunalen und privaten Eisenbahnunternehmen verfügen allein in Nordrhein-Westfalen über ein öffentlich zugängliches Schienennetz von etwa 1.500 Gleiskilometern.