Otto Group setzt auf KI-Robotik in der Logistik
12. Jan. 2026NewsletterDie Otto Group treibt die Automatisierung ihrer Logistik gemeinsam mit Nvidia voran. Kern des Projekts ist ein sogenannter Robotic Coordination Layer, der künftig unterschiedliche Robotersysteme in den Logistikzentren des Konzerns zentral steuern soll. Ziel ist es, Effizienz, Skalierbarkeit und Flexibilität der Intralogistik zu erhöhen – auch standortübergreifend.
Digitale Zwillinge für Training und Tests
Die Koordinationssoftware basiert auf Nvidia Omniverse und Isaac Sim. In digitalen Zwillingen der Lager können Roboter virtuell trainiert, getestet und optimiert werden, bevor sie im Echtbetrieb eingesetzt werden. Als Pilotstandort dient das Hermes-Fulfilment-Zentrum im ostwestfälischen Löhne. Die Entwicklung des Coordination Layers und der Governance-Strukturen übernimmt die Otto-Group-IT-Tochter One.O.
Zentrale Steuerung statt Insellösungen
Der neue Ansatz ersetzt isolierte Robotiklösungen durch eine einheitliche Steuerungsebene. Autonome mobile Roboter, stationäre Systeme und Fördertechnik lassen sich zentral koordinieren und in Echtzeit anpassen. Dadurch können Robotiklösungen schneller skaliert und besser auf schwankende Auftragsvolumina reagiert werden.
KI für Peak-Management und Planung
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Spitzenlastmanagement. Simulationen zeigen, wie viele Roboter bei welchem Volumen benötigt werden und wo Engpässe entstehen. Die Berechnungen laufen in der Google Cloud mit Nvidia-GPUs und sind an Warehouse- und Flottenmanagementsysteme angebunden.
Perspektive: Digitales Lagerökosystem
Langfristig soll der Coordination Layer weitere Automatisierungs- und Steuerungssysteme integrieren. Nach der Pilotphase ist ein Rollout auf weitere Standorte geplant. Die Otto Group investiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag.