Pfenning Logistics produziert Ökostrom

11 Sep 2020
Pfenning Logistics Solardach
Die installierten 33.000 Solarmodule erzeugen eine Stromleistung von 8,1 Megawatt. Foto: Pfenning Logistics

Pfenning Logistics will durch Ökostrom aus Solarenergie und den Einsatz von alternativen Antrieben einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wie das Heddesheimer Familienunternehmen, das an 90 Standorten in Deutschland rund 3.700 Mitarbeiter beschäftigt, mitteilt, soll das Dach des vor zwei Jahren in Betrieb genommenen Logistikzentrums in Monsheim (Landkreis Alzey-Worms) mit einer Solaranlage ausgestattet werden.

Ökostrom vom Hallendach für 5.000 Haushalte

Der dortige Multicube Rheinhessen, wie die Anlage bei Pfenning heißt, bietet auf einer Grundstücksfläche von rund 100.000 Quadratmetern 55.000 Quadratmeter Lagerfläche. Mit Solarmodulen bestückt werden soll eine Dachfläche von 50.000 Quadratmetern. Etwas mehr als doppelt so groß ist nach Firmenangaben die mit Sonnenkollektoren bestückte Fläche auf dem Dach des anderen Multicubes in Heddesheim. Die dort installierten 33.000 Solarmodule erzeugen demnach eine Stromleistung von 8,1 Megawatt – womit etwa 5.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können.

Zunehmender Einsatz von LED in den Lägern

Zudem teilt Pfenning Logistics mit, dass alle vor 2018 errichteten Lagerstandorte mit LED-Beleuchtung ausgerüstet wurden. Je nach Standorten sei damit eine CO2-Einsparung von 15 bis 50 Prozent erzielt worden. Im Logistikzentrum Heddesheim belief sich die Stromeinsparung nach Firmenangaben auf zehn Prozent.

CO2-Einsparpoteziale sehen die Firmenverantwortlichen um Inhaber Karl-Martin Pfenning auch in der eigenen Flotte. Das Unternehmen setzt rund 800 Lkw ein. Zunehmend kommen hier Gasantriebe zum Einsatz. Zwei Dutzend LNG-Fahrzeuge sind aktuell im Nah- und Fernverkehr unterwegs. Wie der Logistikdienstleister weiter mitteilt, prüft er den Erwerb von zusätzlichen 35 Fahrzeugen mit Flüssiggasantrieb. Gegenüber konventionellen Lkw mit Dieselantrieb könne man mit LNG-Lkw CO2-Einsparungen von bis zu 15 Prozent realisieren, heißt es. Zusätzlich setzt das Unternehmen auf eine erhöhte Effizienz durch Fahrerschulungen und Telematiksysteme. Dadurch sei der CO2-Ausstoß in der Flotte voriges Jahr um zehn Prozent gesunken.