Rhenus testet H2-Lkw im Alltagsbetrieb
19. Feb. 2026Newsletter / Transport & VerkehrDer Logistiker Rhenus will testen, wie sich ein Wasserstoff-Lkw im realen Alltagsbetrieb bewährt. Das Unternehmen setzt dazu nach eigenen Angaben erstmals einen Mercedes-Benz GenH2 Truck von Daimler Truck im regulären Logistikbetrieb ein.
Wasserstoff-Lkw ist fast rund um die Uhr unterwegs
Das Fahrzeug ist am Standort Duisburg vollständig in die operativen Abläufe integriert. Fünf Tage pro Woche läuft der Testbetrieb, tagsüber wie nachts. Die Touren sind bewusst breit angelegt: von regionalen Fahrten um 150 Kilometer bis zu Langstrecken von rund 650 Kilometern. Damit deckt Rhenus sowohl Verteilerverkehr als auch typische Fernverkehrsprofile ab. Der Vorteil: Durch die hohe Auslastung sammelt das Unternehmen praxisnahe Betriebserfahrungen – unter echten Bedingungen, mit realen Zeitfenstern, Lade-/Tanklogik und täglichem Druck auf Pünktlichkeit und Verfügbarkeit.
Standort Duisburg als Testfeld
Der Standort Duisburg ist laut Rhenus ein zentraler Knotenpunkt im europäischen Rhenus-Netzwerk und bietet sowohl ein hohes Transportaufkommen als auch die Nähe zur bestehenden Wasserstoff-Tankinfrastruktur.
Die gesammelten Daten sollen in engem Austausch mit Daimler Truck ausgewertet werden und sowohl in die eigene Flottenstrategie als auch in die Weiterentwicklung der Technik einfließen.
GenH2 Truck: 40 Tonnen, Reichweite über 1.000 Kilometer
Der GenH2 Truck ist für den schweren Fernverkehr ausgelegt: rund 40 Tonnen Gesamtgewicht, mehr als 1.000 Kilometer Reichweite und flüssiger Wasserstoff als Energieträger. Damit adressiert die Brennstoffzelle genau das Segment, in dem batterieelektrische Lkw je nach Einsatzprofil noch häufiger an Ladezeiten und Infrastrukturgrenzen stoßen.