Logistik setzt auf Roboter

14 Nov 2018
Auch in der Medizin wird Roboter-Technik eingesetzt. Foto: DLR
Auch in der Medizin wird Roboter-Technik eingesetzt. Foto: DLR

Vor allem fahrerlose Transportsysteme treiben die Durchsetzung in der Logistik voran. Im Arbeitsleben sind immer mehr so genannte Service-Roboter im Einsatz. Wachstumstreiber sind dabei die Logistik- sowie die Medizinbranche.

Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) ist der Umsatz mit Service-Robotern für den professionellen Einsatz um 39 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar oder rund 5,8 Milliarden Euro gestiegen. Die Gesamtzahl der verkauften Einheiten stieg in diesem Segment im vergangenen Jahr um 85 Prozent.

Am stärksten nachgefragt sind demnach professionelle Service-Roboter in der Logistik: Sie haben der laut dem aktuellen "World-Robotics-Report" der IFR einen Anteil von 63 Prozent der verkauften Einheiten und 36 Prozent des Umsatzwertes. Im Jahr 2017 wurden demnach 69.000 Logistiksysteme installiert, 162 Prozent mehr als im Vorjahr (2016: 26.300 Einheiten). Dabei wurden 6.700 fahrerlose Transportsysteme in Produktionsumgebungen eingesetzt und 62.200 außerhalb des produzierenden Gewerbes installiert. Der Umsatzwert mit Logistiksystemen wird auf rund 2,4 Milliarden US-Dollar oder 2,1 Milliarden Euro geschätzt - ein Plus von 138 Prozent gegenüber 2016.

Die Aussichten für Serviceroboter bleiben laut IFR positiv - nicht zuletzt als ein primäres Aktionsfeld für Start-ups. "Bei der Umsatzprognose 2018 bis 2021 erwarten wir für das Professional-Service-Segment ein kumuliertes Volumen von rund 46 Milliarden US-Dollar", sagt Gudrun Litzenberger, Generalsekretärin der IFR. Roboter für Medizin, Logistik und Field-Services - hier besonders Melkroboter - seien dabei die wichtigsten Wachstumstreiber. Positiv auch, dass bei Service-Robotern europäische Hersteller eine wichtige Rolle auf dem Weltmarkt spielen: Rund 300 der inzwischen mehr als 700 registrierten Unternehmen, die Service-Roboter liefern, kommen laut dem Berichte aus Europa.

Im Vergleich zum privaten Sektor steckt der professinelle Einsatz von Service-Robotern aber noch ganz am Anfang: Laut IFR wurden 2017 fast 6,1 Millionen Roboter für Aufgaben im Haushalt wie beispielsweise Staubsaugen, Rasenmähen, oder Fensterputzen verkauft.