RWTH Aachen: Neues Projekt zur effizienten H2-Nutzung

13. Jan. 2026Newsletter
Die RWTH Aachen arbeitet im Forschungsprojekt „HyConnect“ gemeinsam mit Partnern an der Entwicklung eines Logistik-Tools. Das Ziel ist nach eigenen Angaben, eine digitale Plattform zur effizienten Nutzung bestehender und zukünftiger Wasserstoff-Infrastruktur in der Transport- und Logistik-Branche zu entwickeln.
So sollen sich über das Tool Tankstellenkapazitäten reservieren lassen. Die Plattform soll zudem die komplette Zahlungsabwicklung ermöglichen, Transparenz und Planungssicherheit schaffen und dadurch den Markthochlauf von Wasserstofftechnologien unterstützen. Maßgeblich dafür verantwortlich ist der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen.
Planungsunsicherheiten bei Tankstellenbetreibern
Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren. „Die spärliche Infrastruktur und die geringen Vorhaltekapazitäten der Wasserstofftankstellen können bei Logistikbetrieben zeitraubende und kostspielige Umwege notwendig machen“, sagt Professor Achim Kampker, Leiter des PEM-Lehrstuhls. Zudem komme es durch die noch geringe Zahl von Wasserstoff-Lkw zu Planungsunsicherheiten bei den Betreibern entsprechender Tankstellen, die diese in Form hoher Preise weitergeben würden.
Versorgungsengpässe verhindern
„HyConnect“ führe mit dem Tool daher Daten zum Wasserstoffbedarf der Lkw-Flottenbetreiber mit Informationen zur Wasserstoffverfügbarkeit der Tankstellenbetreiber zusammen. Dadurch könne genauer geplant und Versorgungsengpässe verhindert werden. Langfristig soll die digitale Plattform den Marktanteil von Wasserstoff-Lkw steigern und Investitionen in die Infrastruktur anregen.
KI-basierte universelle Datenschnittstelle
Die Projektpartner arbeiten an Lösungen für die Preisbildung des Wasserstoffs und für eine KI-basierte universelle Datenschnittstelle. Diese Schnittstelle werde als Prototyp implementiert und anschließend evaluiert. Ein weiterer Faktor, den das Projekt untersucht, ist die Preiselastizität und die Wirkung auf Tankstellenauswahl, Planbarkeit und Kostentransparenz. Darauf aufbauend werde die Kapazitätsmanagement- und Reservierungsplattform gestaltet. Sie soll im Laufe des Projekts in den Pilotbetrieb gehen.
Seite teilen :