Scania produziert Low-Budget-Lkw für China
11. März 2026Newsletter / Fahrzeug & TechnikImmer mehr chinesische Lkw-Hersteller drängen mittlerweile auf den europäischen Markt. Scania zeigt, dass es sich bei diesem Bestreben nicht um eine Einbahnstraße handeln muss. Die Schweden investieren massiv in China und bauen für das Reich der Mitte einen eigenen Low-Budget-Lkw.
Mitte Oktober verkündete der Lkw-Hersteller aus dem Traton-Konzern die Eröffnung seines neuen globalen Industriezentrums in der Millionenstadt Rugao knapp 200 Kilometer nordwestlich von Shanghai. Ein Meilenstein in der langen Geschichte der Marke, tönten die Schweden. Ein Schritt, der nicht nur die weltweite Präsenz von Scania stärken, sondern das Unternehmen zudem im Herzen des größten Lkw-Marktes überhaupt positionieren soll.
Scania: Zwei Milliarden Euro für China
Rugao steht für eine, wenn nicht die bisher größte globale Investition von Scania. Rund zwei Milliarden Euro lassen sich die Schweden ihre neue Präsenz kosten. Das frische China-Werk erstreckt sich laut Unternehmensangaben über eine Fläche von 800.000 Quadratmetern, das sind gut 112 Fußballfelder. Die Produktionskapazität beziffert Scania auf 50.000 Fahrzeuge pro Jahr, was in erster Linie die Nachfrage in China decken, aber auch für weitere Märkte in Asien genutzt werden soll. Mehr als 3.000 Arbeitsplätze sollen dort entstehen, auch in der Forschung und Entwicklung.
Das Scania-Werk in Rugao wird laut Unternehmensangaben zudem nahezu vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben, darunter lokal erzeugtes Biogas und zertifizierter Ökostrom. „Nachhaltigkeit ist in jeden Bereich unseres neuen Werks in Rugao integriert: von der Energieversorgung bis zum Abfallmanagement“, sagt Ruthger de Vries, der bis Januar als Präsident von Scania Industrial Operations Asia tätig war. Er will damit neue Maßstäbe setzen für die Industrieproduktion.