Scania zeigt neuen XXL-Elektro-Lkw für den Bergbau

09. Dez. 2025Newsletter / Fahrzeug & Technik
Scania testet einen neuen 8x4-Elektro-Lkw mit R-Kabine in robuster XT-Ausführung. Der vollelektrische Prototyp kommt in der LKAB-Mine in Malmberget in Nordschweden zum Einsatz und ist – typisch für einen 8x4 – mit zwei gelenkten Vorderachsen ausgestattet.
Sleipner bedeutet Stärke und Zuverlässigkeit
Der aktuell einzigartige Elektro-Lkw trägt offiziell die Bezeichnung Scania 40R XT 8x4, wurde jedoch von Scania mit einem besonderen Spitznamen versehen: Sleipner, nach Odins legendärem achtbeinigen Pferd, als Symbol für Stärke und Zuverlässigkeit. Der 8x4-Elektro-Lkw ist Teil des Scania Pilot Partner Programms, bei dem neue Technologien gemeinsam mit Kunden unter realen Bedingungen getestet werden.
Technische Daten des Scania 8x4-Elektro-Lkw
LKAB nutzt den 8x4-Scania für den Transport von Abraumgestein zwischen einer Verladestation und einer Verfüllstelle. Die Strecke ist mit fünf Kilometern kurz, weist jedoch einen Höhenunterschied von 250 Metern auf. Voll beladen bringt der Prototyp 60 Tonnen auf die Waage, davon 38 Tonnen Abraum. Für den Antrieb sorgt der 400 kW starke Scania-Elektromotor EM C 1-4, gespeist von 416 kWh fassenden MP20-Akkus.
Erwartete CO2-Einsparungen im Bergbau
Da LKAB jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen Abraum transportiert, verspricht der Prototyp laut Scania erhebliche CO2-Einsparungen. „Wenn es wie erwartet funktioniert, werden wir eine vollständig fossilfreie Lösung für den Transport von Abraumgestein in anspruchsvollen Bergbaubetrieben haben“, sagt Peter Gustavsson, Projektmanager Elektrifizierung mobiler Maschinen bei LKAB. Tony Sandberg, Leiter des Scania Pilot Partner Programms, ergänzt: „Dieses Fahrzeug ist nur der Anfang vieler weiterer Lösungen für den Bergbau.“
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