Mobilität: Testfeld Niedersachsen geht in Betrieb

8 Jan 2020
Testfeld Niedersachsen
Das Testfeld Niedersachsen erstreckt sich künftig über rund 280 Kilometer. Foto: DLR

Das Testfeld Niedersachsen ermöglicht automatisiertes und vernetztes Fahren. Es liefert Daten zum Fahrverhalten und zum Verkehrsfluss.

Stück für Stück soll das Testfeld in Betrieb genommen werden, teilt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit. Bei der offiziellen Eröffnung am gestrigen Montag startete Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Energie und Verkehr, gemeinsam mit dem Niedersächsischen Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, dem Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler sowie Thomas Jarzombek, MdB und Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, per Knopfdruck eine erste Übertragung der Erfassungstechnik auf der Autobahn 39 bei Braunschweig.

Reale Daten von A39 für die Forschung

Zurzeit sind an der A39 insgesamt 71 Masten errichtet, die Verkehrsteilnehmer und alle anderen Objekte im Verkehrsraum anonymisiert erfassen. Die Wissenschaftler erhoffen sich so, Aufschluss zu erlangen, was künftige Assistenz- und Automationssysteme leisten müssen. Dafür können die Masten untereinander und auch mit entsprechend technisch ausgerüsteten Fahrzeugen kommunizieren. Zusätzlich ermöglichen mobile Masten Tests abseits der Autobahn. Eine „hochgenaue“ Karte und die Simulation der gesamten Strecke seien laut DLR weitere wichtige Bestandteile des Testfeldes Niedersachsen.

Das Testfeld Niedersachsen erstreckt sich künftig über rund 280 Kilometer auf den Autobahnen A2, A39, A391 und mehrere Bundes- und Landesstraßen. Gefördert wird das Testfeld Niedersachsen vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Niedersachsen. Kernpartner sind neben dem DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik und dem Land auch der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie die Firmen Continental, IAV, Nordsys, Oecon Products und Services, Siemens und Volkswagen.