trans aktuell-Symposium: Lkw-Antriebe der Zukunft

22 Okt 2020
Elvis-Standort
Das Symposium findet am 4. November bei Elvis in Knüllwald statt. Foto: Elvis-Tim Hoppe

Das nächste trans aktuell-Symposium findet am 4. November 2020 bei Elvis in Knüllwald statt. Im Fokus steht die Frage, welche Lkw-Antriebsart eine Zukunft hat.

Der Diesel ist noch nicht tot – gleichzeitig pushen die Mautbefreiung und auch ökologische Überlegungen den Einsatz von alternativen Lkw-Antrieben. Andererseits wird die Investitionsbereitschaft vieler Fuhrparks aber durch Faktoren wie hohe Anschaffungskosten, mangelnde Lade-/Tankinfrastruktur und ungewisse Wiederverkaufswerte gebremst. Pro und kontra: Beim nächsten trans aktuell-Symposium kommen für alle Antriebsarten Experten zu Wort, die über ihre Praxiserfahrungen berichten.

Umweltfreundliche Alternativen für den Güterverkehr

Gastgeber der Veranstaltung ist die Ladungskooperation Elvis, die dazu in ihren Hub nach Knüllwald einlädt. Die Teilnehmer können die Anlage in der Mittagspause des Symposiums besichtigen. Die Begrüßung übernimmt Vorstand Jochen Eschborn. „Klimaschutz und Transport sind fest miteinander verbunden. Der Ruf nach umweltfreundlichen Alternativen wird in der Öffentlichkeit und somit bei den Verladern und unseren Partnern immer lauter“, sagt Eschborn. „Wir wollen mit unserem Verbund mit gutem Beispiel vorangehen, den Partnern sinnvolle Alternativen aufzeigen und bei der Umsetzung unterstützen.“ Die Einführung in das Thema übernimmt der Leiter für politische Kommunikation bei Elvis, Nikolja Grabowski. Sein Vortragstitel: „(K)eine Alternative für die Zukunft“.

Alles über die Fördermittel

Für viele Unternehmen sind die Anschaffungskosten die größte Hürde. Johannes Daum, Teamleiter strombasierte Kraftstoffe und Programmleiter Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) in Berlin, wird daher über Förderungsmöglichkeiten und weitere Anreize berichten.

Best Practice im Vordergrund

Best Practice steht bei dem Symposium eindeutig im Vordergrund - Experten aus dem Transport- und Logistikbereich berichten im Anschluss über ihre Erfahrungen. Zum Thema LNG äußert sich Carsten Hemme, Geschäftsführer von Paneuropa Transport in Bakum, der den Fuhrpark des Unternehmens auf LNG-Fahrzeuge umstellen will.

Wie E-Mobilität im Güterverkehr funktioniert, darüber berichtet Sascha Hähnke, Geschäftsführer von Rhenus Transport. Das Unternehmen hat bereits mehrere vollelektrische Lkw im Einsatz. Noch im Praxistest sind Oberleitungs-Lkw – Christine Hemmel, die mit ihrer Schwester als Geschäftsführerin die Adam Schanz Spedition Ober-Ramstadt führt, spricht über ihre Erfahrungen im Rahmen des Feldversuchs.

Wasserstoff als Thema

Und auch das Thema Wasserstoff im Güterverkehr darf nicht fehlen. Die H2 Energy Holding aus Zürich will Wasserstoff aus erneuerbaren Energien zu einem Grundpfeiler des zukünftigen Energiesystems machen. Rolf Huber, Chairman der Organisation, spricht beim Symposium über mögliche Kommerzialisierungsansätze für H2-Lkw in Deutschland. Die ersten Hyundai-Wasserstoff-Lkw der Baureihe Xcient sollen dieses Jahr in der Schweiz an den Start gehen.

Über die wissenschaftliche Sicht der Dinge berichtet dann Professor Klaus-Peter Franke vom Fachgebiet Technische Logistik der Technischen Hochschule Ulm, der mit seinem Vortrag das Verständnis für Transporteffizienz, Ressourceneffizienz und Umweltverträglichkeit alternativer Lkw-Antriebe im Vergleich zum Diesel wecken will.

Dieselfahrzeuge elektrifizieren

Dass Firmen im Sinne der Nachhaltigkeit nicht gleich in ein Neufahrzeug investieren müssen, davon ist das Unternehmen Quantron aus Gersthofen überzeugt. Die Macher von Quantron werden beim Symposium über Nachrüstlösungen berichten, mit deren Hilfe Dieselfahrzeuge elektrifiziert werden können. Und nicht nur bei großen Nutzfahrzeugen werden alternative Antriebe künftig eine Rolle spielen. Wie Brennstoffzellen in stationären und mobilen Anwendungen zum Tragen kommen, darüber referiert Harald Fischer von Bosch Engineering aus Heilbronn.

Tank- und Ladeinfrastruktur

Wichtig für die Investitionsentscheidung von Transport- und Logistikunternehmen ist auch das Thema Infrastruktur: Wo und wie können Lkw betankt oder nachgeladen werden? Wie können Unternehmen eine eigene Anlage auf dem Betriebsgelände einrichten? Auch zu diesem Thema kommen die Experten zu Wort. Ein Vertreter des Tankstellenbetreibers Alternoil berichtet über LNG-Tankstellen. Für Citywatt aus Passau, das Elektrotankstellen-Projekte für Unternehmen anbietet, spricht Manuel Dehmel, Projektleitung E-Mobility. Wie der flächendeckende Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland erfolgt, erläutert dann Benjamin Jödecke, Business Development Manager des Unternehmens H2 Mobility Deutschland.

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