Transport und Logistik 2026: Was das neue Jahr bringt

23. Dez. 2025Newsletter
Die Herausforderungen im Jahr 2025 waren nicht unerheblich. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine, die US-Zollpolitik, Lieferprobleme, Kosten für Energie und Personal und vieles mehr forderten Unternehmen heraus. Die Transport- und Logistik-Branche gibt einen Ausblick auf 2026. Das Fachmagazin trans aktuell hat sich umgehört.
Michael Schaaf, Geschäftsführer von Bay Logistik aus Waiblingen, bezeichnet 2025 für die mittelständischen Logistiker als ein „Jahr mit angezogener Handbremse“ – und auch 2026 erwartet er keinen Boom, sondern eher ein „mühsames Vorankommen“. „Wir rechnen mit einer stabilen bis leicht verbesserten Nachfrage, allerdings weiter bei sehr engen Margen“, sagt Schaaf. Die Konsolidierung im Markt werde sich fortsetzen: Wer hohe Qualität bietet, gut organisiert ist und solide finanziert, wird überleben – wer rein über den Preis arbeite, wird es schwer haben.
Im Kombinierten Verkehr bleibt die Lage angespannt
Schaaf ist ein Verfechter des Kombinierten Verkehrs – hier bleibe die Lage angespannt: Infrastruktur, Unzuverlässigkeit der Bahn und politische Rahmenbedingungen entscheiden darüber, ob dieser Verkehrsträger wirklich wachsen kann oder weiter ausgebremst wird, meint der Unternehmer. „Kurz gesagt: 2026 wird ein Jahr der Anpassung und der Selektion, kein Jahr der großen Sprünge.“
Dabei hat Bay Logistik mit drei Schwerpunkten selbst einiges vor. Etwa das Thema Mitarbeiterbindung oder die Konzentration auf die Kernkompetenzen wie Tank- und Silologistik, insbesondere für chemische Produkte und Lebensmittel. „Prozesse weiter schärfen, Qualität sichern und unsere Spezialkompetenz ausbauen, statt jedem Trend hinterherzulaufen“, ist hier die Maxime. Schaaf will zudem den Anteil der intermodalen Verkehre weiter stabil halten und da, wo es wirtschaftlich und operativ sinnvoll ist, ausbauen und parallel in effizientere Abläufe, Digitalisierung und den gezielten Einsatz von KI investieren.
Rainer Schmitt, Geschäftsführer von Schmitt Logistik aus dem badischen Bietigheim, sieht für das Jahr 2026 eine Zuspitzung der Verlagerung von Industriebetrieben in Richtung Osteuropa; aber genauso wieder etwas bessere Auslastungen im Automotivsektor. „Also eine sehr unterschiedliche Entwicklung“, sagt er auf Anfrage von trans aktuell. Wichtig sei, sich daher bei den richtigen Kunden platzieren zu können. Das Unternehmen verfolgt darüber hinaus weiter die Umstellung des eigenen Fuhrparks auf E-Mobilität – 2026 dürften laut Schmitt rund 60 Prozent erreicht werden – und die Fertigstellung des eigenen Schnellladeparks und der neuen Logistikanlage. Und es gibt einige Stimmen mehr:
Was Erwin Stöhr, Geschäftsführer von Stöhr Logistik, Matthias Strehl, Geschäftsführer von Logistikdienstleister Ludwig-Meyer, sowie Roland Rüdinger, Geschäftsführer der Spedition Rüdinger, Michael Müller, CEO von Die lila Logistik, und einige Branchenkenner mehr vom neuen Jahr erwarten, lesen Sie im kompletten Artikel auf eurotransport.de.
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