Ver.di: Streikwelle droht im Vorweihnachtsverkehr
In der zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Landesverband Bayrischer Speditionen (LBS) sowie dem Landesverband des Bayrischen Transportgewerbes (LBT) und ver.di kam es zu keiner Einigung. Der LBS bot laut ver.di lediglich eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent an. Der LBT habe sogar angekündigt, er sehe überhaupt keinen Spielraum, allenfalls eine Erhöhung der Kraftfahrerlöhne um die Inflationsrate sei denkbar. „Für ver.di ist es absolut nicht hinnehmbar, dass eine Berufsgruppe wie die Kraftfahrer von der allgemeinen Einkommensentwicklung völlig ausgenommen werden oder allenfalls ein paar Brosamen erhalten sollen“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Anton Hirtreiter. „Ob Kraftfahrer, Staplerfahrer, Disponent oder Kommissioniererin: All diese Menschen arbeiten wie ein Zahnrad ineinander, machen einen hervorragenden Job. Sie haben deshalb auch Anspruch auf eine anständige Bezahlung“, so Hirtreiter. Ver.di schließe deshalb bis zur nächsten Verhandlungsrunde „betriebliche Aktionen bis hin zum Streik“ nicht aus. Zur dritten Verhandlungsrunde erwarte man ein abschlussfähiges Angebot, „weil ansonsten der Weihnachtsverkehr empfindlich gestört werden könnte“, so ver.di-Arbeitskampfleiter Hans-Peter Konrad.