Subunternehmen der Paketdienste: Verdi kritisiert Arbeitsbedingungen

21 Jun 2017
Nicht alle Paketdienstleister arbeiten mit fest angestellten Zustellern. Foto: Robert Kneschke – Fotolia
Nicht alle Paketdienstleister arbeiten mit fest angestellten Zustellern. Foto: Robert Kneschke – Fotolia

Die Gewerkschaft Verdi fordert die Politik zum Vorgehen gegen die Subunternehmen der Paketdienste auf. Die Arbeitsbedingungen seien oft prekär.

Der Grundsatz muss laut der stellvertretenden Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis lauten: „Wer Arbeit auslagert, muss dafür verantwortlich bleiben.“ Derzeit arbeiten laut Verdi zwei der fünf großen deutschen Paketdienste überwiegend mit eigenen fest angestellten Zustellerinnen und Zustellern. Diese hätten sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und würden nach Tarif bezahlt. Ansonsten werde mit Subunternehmern gearbeitet, die vor allem Osteuropäer beschäftigen. Die Arbeitsbedingungen seien jedoch prekär, oft würden zum Beispiel die Kosten für die Unterkunft vom Lohn abgezogen.

„Das vom Bundestag auf den Weg gebrachte Gesetz zur Sicherung der Arbeitnehmerrechte in der Fleischwirtschaft, das eine weitreichende Generalunternehmerhaftung für Sozialversicherungsbeiträge festschreibt, muss zur Blaupause für alle Branchen werden“, erklärt Kocsis.