Weitere Streiks der Transportbranche in Bayern

27. Nov. 2014
Im Transport- und Logistikgewerbe gehen in Bayern die Streiks weiter. Nach Angaben von Verdi legten Mitarbeiter des Unternehmens Trans-o-flex Netzwerke in Schwarzenbruck bei Nürnberg die Arbeit nieder. Alle 30 anwesenden Kollegen der Kundenwareneingangsschicht (KWE-Schicht) beteiligten sich am Warnstreik. Um 18 Uhr wurde die Arbeit niedergelegt, gegen Mitternacht endete der Streik. Damit blieb der komplette Wareneingang unbearbeitet und unsortiert liegen. 25 Lkw-Anhänger mit Erzeugnissen der Pharma-Industrie konnten nicht abgeladen und umgeschlagen werden.
Grund für den Warnstreik ist das in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte „unzureichende und nicht verhandlungsfähige Angebot“ der Arbeitgeberverbände Landesverband Bayerischer Transporteure (LBT) und Landesverband Bayerischer Spediteure LBS. Für den LBT sei denkbar, über einen Inflationsausgleich zu verhandeln. Der LBS will 1,9 Prozent mehr Lohn bezahlen. Verdi fordert aber eine Erhöhung bei Löhnen und Gehältern um 5,5 Prozent. Zumindest sollen 120 Euro mehr bezahlt werden. Auszubildende sollen nach dem Willen von Verdi bei einer Laufzeit von einem Jahr 50 Euro mehr bekommen.
Die dritte Verhandlungsrunde findet am 8. Dezember in Ismaning statt. Verdi erwartet dann ein Angebot, das auch Lkw-Fahrer/Innen von den Lohnerhöhungen profitieren lässt.