ZF kämpft mit Verlusten
19. März 2026NewsletterZF zieht Bilanz für 2025 und hebt eine bessere operative Performance hervor. Doch unter dem Strich steht ein Verlust von rund 2,1 Milliarden Euro. Die operative Marge konnte zwar von 3,5 auf 4,5 Prozent gesteigert und der Free Cashflow auf 1,4 Milliarden Euro verbessert werden, gleichzeitig sinkt der Umsatz um rund sechs Prozent auf 38,8 Milliarden Euro. Der Fortschritt basiert also eher auf Einsparungen als auf Wachstum.
Strategischer Umbau belastet die Bilanz
Der Verlust entsteht nach Angaben des Unternehmens vor allem durch Abschreibungen auf unprofitables Elektromobilitätsgeschäft – rund 1,6 Milliarden Euro. Projekte, die einst als Zukunftstreiber galten, sind heute nicht mehr rentabel. Der Umbau wird damit teurer und langwieriger als geplant.
Die Nettoschulden sinken leicht, bleiben aber bei 10,2 Milliarden Euro. In Zeiten steigender Zinsen bindet dies einen großen Teil der finanziellen Ressourcen und dämpft Investitionen. Wachstum tritt in den Hintergrund.
Sparmaßnahmen und Personalabbau
ZF baut weltweit mehrere tausend Stellen ab, auch in Deutschland. Offiziell sozialverträglich über Altersteilzeit und Abfindungen, passen die Maßnahmen die Kapazitäten und Kostenstruktur an die neue Realität an. Gleichzeitig sinken Investitionen in Forschung, Entwicklung und Sachanlagen.
Der Verkauf von Geschäftsbereichen wie dem ADAS-Geschäft an Harman für rund 1,5 Milliarden Euro schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum und unterstützt die Restrukturierung. Der Konzern verschlankt sich, um sich neu aufzustellen.
2026: Profitabilität im Fokus
Für 2026 rechnet ZF nicht mit spürbarem Wachstum, sondern setzt weiter auf Profitabilität. Das Unternehmen befindet sich in einer Übergangsphase: Entscheidend ist nicht das schnelle Wachstum, sondern die Stabilität nach dem Umbau.